Created with Sketch.

15. Jan 2018 | News

VDAB: Die Pflegestärkungsgesetze haben einen anderen Namen verdient

Die Pflegereformen haben keinerlei Beitrag zugunsten einer höheren Attraktivität des Pflegeberufes geleistet, findet Petra Schülke vom VDAB.

VDAB-Vizepräsidentin Petra Schülke Foto: Thordis Gooßes

Die Pflegereformen hätten die Leistungsansprüche der Versicherten ausgeweitet, meint Petra Schülke, stellvertretende Bundesvorsitzende des VDAB. Dementsprechend sähe man sich einer erhöhten Nachfrage gegenüber. Der Umsatz sei jedoch nur leicht gestiegen, da die Nachfrage mit den vorhandenen personellen Möglichkeiten nur zum Teil bedient werden könne, so Schülke. Die Pflegestärkungsgesetze hätten die Lücke zwischen Nachfrage und Angebot vergrößert. Es gäbe bereits längere Wartelisten. Zu der gesetzlich gewollten Veränderung des Leistungsangebotes, hin zu mehr Selbstbestimmung und Selbstständigkeit der Versicherten, fehle nach wie vor eine vertragliche Grundlage mit den Kassen, sagt Petra Schülke. Diese blockierten eine Einigung, weil sie am Verrichtungsbezug festhielten.

Die Pflegestärkungsgesetze hätten für den Verband außerdem eine Enttäuschung gebracht. Die professionelle Pflege wäre - wieder einmal – gegenüber den Kassen geschwächt worden, so die VDAB-Vize-Chefin. Durch zusätzliche Nachweispflichten und Prüfungen seien die internen Bürokratiekosten erneut gestiegen. Die Gesetze hätten keinerlei Beitrag zugunsten einer höheren Attraktivität des Pflegeberufes geleistet– weder finanziell noch bei den Rahmenbedingungen. Alles in Allem: Das Gesetz hat einen anderen Namen verdient.

Diese und weitere Simmen finden Sie in der Ausgabe 1/2018 der Zeitschrift Häusliche Pflege.

Ambulant betreute Wohngemeinschaften

Bücher

Ambulant betreute Wohngemeinschaften

Die Nachfrage nach Wohngemeinschaften für Senioren steigt. Welche verschiedenen Formen - juristisch wie wirtschaftlich - gibt es? Was müssen Anbieter, die Wohngemeinschaften aufbauen wollen, beachten? Verantwortliche erfahren mehr über - Philosophien und Konzepte - rechtliche Gestaltung und Finanzierung - bauliche Anforderungen und Personalwirtschaft - Qualität und Qualitätsentwicklung in Wohngemeinschaften Das Handbuch setzt den Schwerpunkt auf anbieterverantwortete Wohngemeinschaften mit Betreuungsleistungen. Experten aus der Szene informieren umfassend und mit Praxisbezug. In dieser zweiten überarbeiteten Auflage des Handbuches sind die Aktualisierungen im Einrichtungs- und Leistungsrecht berücksichtigt. Planskizzen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen runden diesen Ratgeber ab.

Tags

Das könnte Sie auch interessieren!

0 Kommentare

Sie sind aktuell nicht eingeloggt.

Um einen Kommentar zu verfassen, melden Sie ich bitte an.

Login
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung
Ok