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05. Jul 2020 | Häusliche Pflege-Blog

Warum Karrierebereiche auf der Website von Pflegediensten Standard sein sollten

Giovanni Bruno

70% aller Bewerbungen kommen über das Smartphone und die eigene Website 

Die Suche nach qualifiziertem Fachpersonal als auch ambitioniertem Nachwuchs in der Pflege ist bekanntermaßen eine vielschichtige Thematik. Etliche zielgruppenrelevante Aspekte müssen beachtet werden. Durch den Einsatz effizienter Maßnahmen machen ambulante Pflegedienste ihre Stellenangebote optimal öffentlichkeitssichtbar und können mehr Bewerbungen generieren. Zu den wichtigsten Möglichkeiten gehört das Karriereportal auf der eigenen Online-Präsenz. Sofern es richtig eingesetzt wird.

Giovanni Bruno ist Online-Unternehmer, Berater für digitale Kommunikation und CEO der fokus digital GmbH

Seit geraumer Zeit zu beobachten ist das veränderte Selbstverständnis von Jobsuchenden. Bundesweit stehen derart viele vakante Jobs im Pflegesektor zur Verfügung, dass Interessent*innen unkompliziert aus der Vielzahl der Stellenangebote wählen können. Die Entscheidung für oder gegen eine aktive Bewerbung fällt zumeist für die ausgeschriebene Position mit der komfortabelsten und simpelsten Bewerbungsmöglichkeit. Branchenübergreifend haben die Personalverantwortlichen erkannt, dass nur entschlackte Bewerbungsprozesse zum erwünschten Erfolg führen können. 

Vakanzen zielgruppengerecht im eigenen Portal ausschreiben

Im direkten Zusammenhang damit steht die zwingend notwendige Sichtbarkeit der Stellenanzeigen in der Öffentlichkeit. Indes die bekannten Stellenportale wie Facebook Jobs, Google for Jobs aber von Jobangeboten förmlich überflutet sind, lässt sich mit dem Karriereportal auf der eigenen Website weitaus zielgerichteter und zielgruppenfreundlich komprimierter agieren. 

Die gute Nachricht:  Es gibt technisch fertige Lösungen für Karriere-Portale. Aufwendige und daraus resultierend kostspielige Programmierung ist nicht nötig. Ebenso erfreulich, weil arbeitsreduzierend und pragmatisch: Das unternehmenseigene Karriereportal kann unabhängig von der eigenen Website gebaut werden. Konfektioniert wird lediglich eine sogenannte "Subdomain" – eine Unterseite zur Hauptsite, z. B. "karriere.ihre-website.de". 

Auf Qualität und umfassend kommunikationsfreundliche Features achten

Die angebotenen Karriereportale im Web sind mit unterschiedlicher Qualität gestrickt. Für Ihre Zwecke sollten Sie dabei auf diverse Grundvoraussetzungen und Features achten. So muss das Portal imstande sein, mobil optimierte Stellenanzeigen auszusteuern, ebenso Stellenanzeigen mit sogenannten strukturierten Daten abzubilden, um die Ausschreibungen in Google for Jobs überführen zu können. Damit werden die Stellenanzeigen direkt während der Google-Suche sichtbar. 

Höchste Wichtigkeit hat die unkomplizierte und schnelle Möglichkeit der Kontaktaufnahme. So sollte ein Terminvereinbarungs-Feature vorhanden sein, in dem Interessierte einen Rückruf mit Auswahl von Zeit und Datum eintragen bzw. anfragen können. Eine Funktion, die heutzutage immer mehr zum Standard wird. Zudem sollte das Portal die Möglichkeit zur simplen Interaktion bieten, womit wir wiederum bei der "Bewerbung mit 3 Klicks" wären.

Keine Selbstbeweihräucherung: Sich präsentieren, wie die Nutzer es erwarten

Verbleibt die Frage, wie das Karriereportal bzw. die jeweiligen Stellenangebote gestaltet, aufbereitet und ausgerollt werden sollten. Selbstredend möchten Interessent*innen über die reinen Eckdaten der ausgeschriebenen Position Bescheid wissen. Darüber hinaus allerdings wollen Sie erfahren, ob das Pflegeunternehmen als Arbeitgeber zu ihnen passt – im Umkehrschluss selbstverständlich auch, ob sie zum Arbeitgeber passen können.

Ein häufiger Fehler ist, das Unternehmen ihre Produkte bzw. Dienstleistungen in den Mittelpunkt rücken und ihre Bedeutung im Markt betonen. Weitaus wichtiger für Stellensuchende sind neben der Jobbeschreibung allerdings Informationen über die konkreten Arbeitgeberleistungen und über den Arbeitgeber. E-Recruiting ist selbstverständlich Marketing. Karriereportale jedoch sind das falsche Plateau für überbetonende Werbung, die eigentlich in die Augen und Ohren von Kunden, Auftraggebern oder Kooperationspartnern gehört. Hier geht es vordringlich um Informationen zum Job als Messlatte der beidseitigen Übereinstimmung sowie einem authentischen Eindruck, den der potenzielle Arbeitgeber hinterlässt. 

Authentische Tonalität und Kommunikation auf Augenhöhe

Daraus ergeben sich spezielle Anforderungen an die Tonalität. Karriere-Websites sollten keinesfalls die listenhaft geführte Monotonie von klassischen Stellenbörsen widerspiegeln. Gefragt sind Individualität und Kreativität, fernab bürokratischer Ausdrucksweise. Das Gleiche gilt für die visuellen Inhalte wie die verwendeten Bilder. Insbesondere bei Karriere-Seiten wünschen Online-Besucher*innen sich neben hohem Informationswert glaubwürdige Authentizität der Aussagen als auch der visuellen Darstellung. 

Videos können ein zielführendes Instrument sein, das Vertrauen potenzieller Bewerber*innen in das Pflegeunternehmen zu stärken. Insbesondere dann, wenn die Unternehmen Mitarbeiter*innen zu Wort kommen lassen. Aber Vorsicht: Sind die Aussagen zu werblich oder werden wie Textbausteine als austauschbar empfunden, ist die Wirkung eher negativ.  

Zeitgemäß optimiert für mobile Endgeräte

Zu unserer aktuell gelebten Normalität gehört, dass 70 Prozent der Deutschen mit dem Smartphone unterwegs sind. Entwickelt hat sich der "digitale Alltagsbegleiter" für viele zur unverzichtbaren Informations- und Kommunikationszentrale. Selbstverständlich gilt diese Tatsache auch für potenzielle Bewerber*innen. Folgerichtig müssen die Websites auch auf die mobilen Anforderungen ausgerichtet sein; man spricht dabei von sogenannten Responsive Sites. 

Zu den wichtigsten Aspekten dieser Seiten gehören die Formatierungen der Webinhalte. Beim Responsive Design passen die Inhalte wie Fenster, Banner, Textelemente usw. sich automatisch der Größe des Smartphone- oder Tablet-Displays an. Erst dadurch sind die Inhalte auf den mobilen Endgeräten ebenso gut lesbar wie auf dem Desktop. 

Gleichermaßen wichtig ist es, die Ladezeiten der Inhalte und die Kompatibilität mit dem Smartphone zu beachten. Oftmals müssen beispielsweise Videos und Bilder weiter komprimiert werden. Manche Video-Formate lassen sich nicht auf Smartphones abspielen, was vielfach mit den Vorbedingungen für Software und Lizenzen zusammenhängt.; entsprechend müssen hier die korrekten Formate gewählt werden. 

#Karriereportale als Standard auf Websites

Tipp 1: Investieren Sie in ein eigenes Karriere-Portal.

Tipp 2: Achten Sie auf Qualität und kommunikationsfreundliche Features.

Tipp 3: Betonen Sie die Arbeitgebermarke, nicht die Dienstleistungsqualität.

Tipp 4: Befrachten Sie das Portal mit individuell themenrelevantem Content.

Tipp 5: Sorgen Sie für schlanke Bewerbungsprozesse, auch via Smartphone.

Fazit

Das Karriereportal auf der eigenen Online-Präsenz wird aktuell zu einem der entscheidenden Faktoren beim erfolgreichen eRecruiting. Umso mehr, als die Stellenangebote von der eigenen Website schnell und unkompliziert zu den großen Anbietern wie "Google for Jobs" portiert werden können. Unbedingt beachten sollte Sie neben der Verpflichtung zur zeitnahen Kommunikation, die aufgeklärten User im Netz nicht mit Standardfloskeln und aussagelosen visuellen Inhalten zu unterfordern. Optimale Ergebnisse liefert Ihr Portal durch kreative, jobbezogen informative und menschliche-empathische Inhalte als charakterliches Spiegelbild des Pflegeunternehmens.

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