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19. Nov 2020 | Nachrichten

WG-Fachverband sieht ambulante Wohnformen bedroht

Der WG-Fachverband wig Wohnen in Gemeinschaft sieht in den am 4. November bekannt gewordenen "Eckpunkten der Pflegereform 2021" des Bundesgesundheitsministeriums eine existenzielle Bedrohung ambulanter Wohnformen.

Eine Umsetzung der Pflegereform 2021 wie im Eckpunktepapier beschrieben führe zu einer Privilegierung stationärer Pflegesettings und einer Umkehr von "ambulant vor stationär", so Claudius Hasenau, Vorsitzender von wig Wohnen in Gemeinschaft.

Foto: Florian Arp

Eine Umsetzung führe zu einer einseitigen Privilegierung der stationären Pflege und einer Umkehr der Vorgabe ‚ambulant vor stationär‘, warnt der wig-Vorsitzende Claudius Hasenau. Ambulant begleitete Wohngemeinschaften als Alternative zur vollstationären Betreuung würden in dem Papier noch nicht einmal erwähnt. Der Verband bewerte es als "dreisten Anschlag auf die Pflege", wenn ein Bundesminister aus politischem Kalkül in Pandemie-Zeiten einen Vorschlag präsentiere, der dringend breiteste Diskussion erfordere, die die Pflege aber aktuell gar nicht leisten könne.

Stattdessen fordert der WG-Fachverband eine Aufteilung des Reformwerkes in zwei Schritte. Als Sofortmaßnahme dringend angezeigt sei eine schnelle, systemkonforme Entlastung der Pflegebedürftigen durch die Anhebung der ambulanten und stationären Pflegesachleistungspauschalen um mindestens zehn Prozent zum 1. Januar 2021. Als zweiten Schritt empfiehlt der Verband die Eröffnung eines gesamtgesellschaftlichen Diskurses über die "Zukunft der Pflege in Deutschland 2030" mit dem Ziel, in der kommenden Legislaturperiode ein zukunftsfestes Gesetzeswerkaufzulegen, das die Bezeichnung "Pflegereform" verdiene.

Weiter sieht das BMG auch deutliche Veränderungen bei den Budgets von Verhinderungs- und Tagespflege vor – Häusliche Pflege berichtete.

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1 Kommentare

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20. Nov 2020

Herr Spahn und seine Berater sind "jung", gesund und (noch) nicht auf pflegerische/ betreuerische Unterstützung angewiesen. Was kümmert es sie, daß die geplanten Veränderungen einen immensen Einschnitt in das selbstbestimmte Leben der Betroffenen bedeutet. Die Pflegeeinrichtungen weisen lange Wartelisten auf, die schon jetzt nur sehr schleppend bedient werden können. Pflegedienste müssen viele Anfragen ablehnen, da die Verfügbarkeit von Pflegepersonal begrenzt ist. ALLES BEKANNTE PROBLEME !!! Was also soll mit diesen Menschen geschehen, wenn sie sich z.B. den Besuch der Tagespflege nicht mehr leisten können, da die jetzt vorhandenen finanziellen Mittel lt. Gesetzesentwurf bis auf 50% gekürzt werden sollen. Aus wessen Feder dieser Gesetzesentwurf entsprungen ist, der muß wirklich fern von gut und böse sein...vor allem aber fern vom realistischen Leben außerhalb der Reichstagskuppel.

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