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Zehn Jahre Qualitätsausschuss Pflege: Neue Verfahren prägen die Versorgung
Seit 2016 entwickelt der Qualitätsausschuss Pflege neue Verfahren zur Qualitätsmessung in der Langzeitpflege. Auf einer Jubiläumsveranstaltung in Berlin wurde eine Bilanz gezogen – mit Blick auf erreichte Reformen, aber auch auf anhaltende Herausforderungen in der Versorgung von Millionen Patient:innen.
Der Qualitätsausschuss Pflege wurde mit dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz eingerichtet. Ziel war es, „die bis dahin praktizierten Qualitätsprüfungen grundlegend zu reformieren“ und die Pflegenoten abzulösen. Stattdessen sollten wissenschaftlich fundierte Verfahren entwickelt werden. Im stationären Bereich entstand in der Folge ein indikatorengestütztes System zur Messung der Ergebnisqualität. Dieses ist inzwischen Teil der Regelversorgung. Laut den Beteiligten hat der Ausschuss damit zur Neuausrichtung der Qualitätsbewertung in der ambulanten und stationären Pflege beigetragen.
Bedeutung für Versorgung und Steuerung
Vertreter:innen aus Selbstverwaltung und Politik hoben auf der Veranstaltung die Rolle des Gremiums für die Weiterentwicklung der Pflege hervor. Oliver Blatt, Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes, verwies darauf, dass die Arbeit des Ausschusses „unmittelbare Auswirkungen auf die Versorgung“ von rund 5,8 Millionen pflegebedürftigen Menschen habe. Auch aus dem Bundesgesundheitsministerium wurde die Funktion des Gremiums betont. Der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Georg Kippels erklärte, der Qualitätsausschuss trage dazu bei, „politische Zielsetzungen in wirksame Qualitätsstandards zu überführen“. Damit verbindet er gesetzliche Vorgaben mit der praktischen Umsetzung in der Versorgung.
Herausforderungen bleiben bestehen
In einer Diskussionsrunde mit Vertreter:innen verschiedener Verbände wurde zugleich auf bestehende Probleme hingewiesen. Als zentrale Herausforderungen wurden der Fachkräftemangel und begrenzte finanzielle Ressourcen genannt. Einigkeit bestand darin, dass die Sicherung und Weiterentwicklung der Pflegequalität weiterhin Abstimmungsprozesse zwischen den beteiligten Akteuren erfordert. Lösungen könnten „nur im Dialog der unterschiedlichen Akteure entstehen“, so der Tenor der Diskussion.
Weiterentwicklung als Daueraufgabe
Nach Einschätzung der Beteiligten hat der Qualitätsausschuss Pflege in den vergangenen zehn Jahren strukturelle Grundlagen für die Qualitätsprüfung geschaffen. Diese prägen heute unterschiedliche Bereiche der Langzeitpflege.
Gleichzeitig wurde auf der Veranstaltung deutlich, dass die Weiterentwicklung der bestehenden Instrumente notwendig bleibt. Angesichts sich verändernder Rahmenbedingungen wird die Qualitätsentwicklung weiterhin als fortlaufende Aufgabe beschrieben.
Veranstaltungs-Tipp
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