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1LIVE-Studie: Pflege und Gesundheit sind bei jungen Menschen gefragt
Junge Menschen in Deutschland zeigen wachsendes Interesse an Berufen in Gesundheit, Pflege und öffentlichem Dienst. Das geht aus der Studie „Arbeitgeber der Zukunft 2026/27″ von 1LIVE und der WDR-Verwaltungsdirektion hervor. Für die stationäre Altenhilfe deutet die Erhebung darauf hin, dass krisenfeste Branchen mit Menschen im Mittelpunkt an Attraktivität gewinnen.
Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut IFAK aus Taunusstein zwischen dem 5. Mai und 29. Juni 2026 bundesweit 2.086 Personen im Alter von 14 bis 34 Jahren. Davon stammten 461 Befragte aus Nordrhein-Westfalen. Bei der Frage nach dem bevorzugten Berufsfeld nennen 25 Prozent den Bereich „Gesundheit, Soziales und Pflege“. 24 Prozent entscheiden sich für den öffentlichen Dienst und die Verwaltung. In Nordrhein-Westfalen fällt das Interesse noch deutlicher aus: 31 Prozent wünschen sich einen Gesundheits- oder Sozialberuf, 27 Prozent den öffentlichen Dienst.
Was macht einen attraktiven Arbeitgeber aus? 48 Prozent der Befragten nennen eine angemessene Vergütung samt Benefits als entscheidend. Genauso viele setzen auf eine positive Arbeitskultur und ein gutes Betriebsklima. Die Sicherheit des Arbeitsplatzes ist für 44 Prozent zentral.
Work-Life-Balance rangiert dahinter
Der viel zitierten Work-Life-Balance stimmen 38 Prozent voll und ganz zu. Das Image eines Unternehmens ist für 27 Prozent wichtig. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz nennen nur 22 Prozent, eine gesellschaftliche Sinnstiftung des Jobs 21 Prozent. In den offenen Antworten heben die Teilnehmenden vier gleichwertige Kernbereiche hervor: faire Bezahlung, ein gutes Arbeitsumfeld, Wertschätzung und Flexibilität.
Die Studie zeigt auch eine belastende Seite: Bundesweit gehen 30 Prozent der jungen Erwerbstätigen und Auszubildenden mindestens einmal im Monat mit einem unguten Gefühl zur Arbeit. In Nordrhein-Westfalen berichten 26 Prozent von solchen Bauchschmerzen. Besonders häufig betroffen sind laut Studie die 14- bis 18-Jährigen.
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