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PflegesoNah 2026: Bayern fördert 1.600 neue Pflegeplätze

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention hat im Förderjahr 2026 über das Programm „PflegesoNah“ bislang 42 Projekte mit rund 76,6 Millionen Euro gefördert. Darauf hat Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach am Sonntag hingewiesen. Damit entstehen nach Angaben des Ministeriums bayernweit 1.600 zusätzliche Pflegeplätze im wohnortnahen Bereich.

Judith Gerlach - Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention
Judith Gerlach - Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention Foto: Anne Hufnagl/StMD

Seit dem Start des Förderprogramms „Pflege im sozialen Nahraum“ im Jahr 2020 wurden nach Angaben des Ministeriums insgesamt 10.471 Pflegeplätze mit einer Fördersumme von 486,6 Millionen Euro bezuschusst. Umgesetzt wird die Förderrichtlinie durch das Bayerische Landesamt für Pflege (LfP) in Amberg, das die eingehenden Förderanträge prüft. Das laufende Förderjahr endet am 31. Oktober 2026; bis dahin können Träger weitere Anträge einreichen.

Wohnortnahe Angebote im Fokus

Mit „PflegesoNah“ fördert das Ministerium nach eigenen Angaben insbesondere ambulant betreute Wohngemeinschaften, Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflegeplätze sowie Begegnungsstätten. Diese Angebote sollen pflegende An- und Zugehörige entlasten und dadurch die häusliche Pflege stützen.

Gerlach betont Selbstbestimmung im Alter

„Unser Ziel ist es, dass pflegebedürftige Menschen möglichst lange selbstbestimmt in ihrem vertrauten Umfeld leben können“, erklärte Gerlach. Deshalb würden mit der Förderung wohnortnahe Versorgungsangebote und die häusliche Pflege gestärkt. Kommunen und Träger sollten dabei unterstützt werden, „moderne und bedarfsgerechte Pflegeangebote dort zu schaffen, wo die Menschen leben“.

Steigende Pflegebedarfe als Treiber

Die Ministerin verwies auf die weiter steigende Zahl pflegebedürftiger Menschen in den kommenden Jahren. Bayern investiere deshalb konsequent in Ausbau und Modernisierung der pflegerischen Infrastruktur. Das Investitionskostenförderprogramm sei „von Beginn an auf große Resonanz gestoßen“, erklärte Gerlach. Sie dankte den Trägern für deren Engagement, das den Erfolg des Programms ermöglicht habe.

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