Finanzierung

Mehr Geld für ambulante Hospizdienste in Baden-Württemberg

Die gesetzlichen Krankenkassen in Baden-Württemberg erhöhen ihre Mittel für ambulante Hospizarbeit im laufenden Jahr um mehr als eine Million Euro. Profitieren sollen 137 Dienste mit über 6.300 Ehrenamtlichen, die 2025 fast 7.800 Erwachsene und Kinder begleitet haben. Auffällig: ein Anstieg bei der Begleitung von Kindern um mehr als neun Prozent.

Foto: AdobeStock/Robert Kneschke

Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) in Baden-Württemberg stellen den ambulanten Hospizdiensten im Jahr 2026 rund 17,5 Millionen Euro bereit – über eine Million Euro mehr als im Vorjahr. Das teilt die Landesarbeitsgemeinschaft der Krankenkassen und Krankenkassenverbände in Baden-Württemberg mit, deren Geschäftsstelle bei der AOK Baden-Württemberg angesiedelt ist.

Laut Angaben der Landesarbeitsgemeinschaft wurden im Jahr 2025 insgesamt 7.316 Erwachsene und 465 Kinder ehrenamtlich begleitet. Während die Zahl der begleiteten Erwachsenen gegenüber 2024 (7.317) praktisch unverändert blieb, stieg sie bei Kindern von 426 auf 465 – ein Plus von 9,2 Prozent. Hinzu kommen 115 Familien mit einem sterbenden Elternteil, die von Kinderhospizen betreut wurden.

In Baden-Württemberg werden derzeit 137 Hospizdienste mit insgesamt 6.337 Ehrenamtlichen gefördert. Die Fördergelder fließen laut Mitteilung in die Ausbildung der Ehrenamtlichen sowie in die Personal- und Sachkosten der Dienste. Vor dem Einsatz bewerten Koordinatorinnen und Koordinatoren zunächst das Umfeld und die persönliche Situation der Betreuten, um passende Ehrenamtliche vermitteln zu können. (ck)

 

Anzeige: