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NRW investiert 287 Millionen Euro in den Hitzeschutz
Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium legt drei Förderprogramme mit einem Gesamtvolumen von 286,6 Millionen Euro für den Hitzeschutz auf. Hintergrund sind die Hitzeperiode Ende Juni 2026 und nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts rund 3.150 hitzebedingte Sterbefälle in Nordrhein-Westfalen. Zwischen 2027 und 2030 sollen Pflegeheime, Krankenhäuser und Menschen in der eigenen Häuslichkeit besser geschützt werden.
Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) stellte die Förderprogramme am 4. September in Düsseldorf vor. Für Klimatisierungsmaßnahmen in Pflegeeinrichtungen sollen laut Mitteilung 50 Millionen Euro bereitstehen, für Krankenhäuser 200 Millionen Euro und für den Öffentlichen Gesundheitsdienst in den Kommunen 36,6 Millionen Euro. Flankierend bringt die SozialstiftungNRW weitere 20 Millionen Euro für die Eingliederungshilfe auf.
50 Millionen Euro für Pflegeeinrichtungen
Aus dem Pflegeprogramm sollen nach Angaben des Ministeriums fest installierte Klimageräte sowie Kühldecken und -segel finanziert werden, mobile Klimageräte nur ausnahmsweise. Auch die Installation der Anlagen ist förderfähig. Die Mittelbereitstellung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Haushaltsgesetzgebers.
Hitze-Gesundheitsmanager für Menschen zu Hause
Für den Schutz besonders hitzegefährdeter Menschen in der eigenen Häuslichkeit stellt das Land jährlich 12,2 Millionen Euro bereit. Damit sollen in den 53 Kreisen und kreisfreien Städten Nordrhein-Westfalens bis zu je zwei Vollzeitkräfte als Hitze-Gesundheitsmanagerinnen und -manager an den Gesundheitsämtern finanziert werden. Sie sollen Betroffene vor Ort erreichen und mit praxisnahen Hilfsangeboten unterstützen.
Krankenhäuser und Eingliederungshilfe eingeschlossen
Die 200 Millionen Euro für Krankenhäuser sind für Umbauten zur Klimatisierung, aktiven Kühlung oder Verschattung von Intensivstationen, Kreißsälen, Notaufnahmen, OP-Sälen, Pflegestützpunkten und einzelnen Stationen vorgesehen. Die 20 Millionen Euro der SozialstiftungNRW können in der Eingliederungshilfe für den Einbau fest installierter Klimaanlagen sowie Split- und Multisplitgeräte genutzt werden. Laumann erklärte laut Mitteilung, die Bereitstellung dieser Mittel „in Zeiten knapper öffentlicher Mittel“ sei Ausdruck der hohen Priorität, die sein Ministerium dem Hitzeschutz gebe.
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