Management

Leitfäden für mehr Nachhaltigkeit in der ambulanten Pflege

Auf einer gemeinsamen Netzwerkveranstaltung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) wurden neue Leitfäden vorgestellt, die Mitarbeitenden ambulanter Gesundheitseinrichtungen konkrete Hilfestellungen für mehr ökologische Nachhaltigkeit bieten sollen.

Foto: AdobeStock/Dee karen

Das Projekt „Ökologische Nachhaltigkeit im ambulanten Gesundheitswesen (ÖNaG)“ adressiert damit erstmals umfassend auch den ambulanten Bereich, der laut BMG einen erheblichen Beitrag zum Ressourcenverbrauch und klimaschädlichen Emissionen leistet.

Ziel des Forschungsvorhabens war es, niedrigschwellige und realitätsnahe Maßnahmen zu erarbeiten, die auch unter Zeit- und Personaldruck umsetzbar sind. Die Leitfäden richten sich an Mitarbeitende ärztlicher und zahnärztlicher Praxen, Apotheken, therapeutischer Praxen, Hebammen – und insbesondere auch an ambulante Pflegedienste. Neben Hintergrundinformationen zu Umweltwirkungen und rechtlichen Rahmenbedingungen enthalten sie konkrete Empfehlungen etwa zu Abfallmanagement, Energieeffizienz, nachhaltiger Beschaffung, Digitalisierung, Mobilität und Kommunikation. Ergänzt werden sie durch Checklisten, Praxisbeispiele und weiterführende Informationen.

„Viele Mitarbeitende möchten den ökologischen Fußabdruck ihrer ambulanten Gesundheitseinrichtung reduzieren, wissen aber nicht recht, wo sie beginnen sollen“, erläutert Dr. Tanja Bratan, Leiterin des Geschäftsfelds Innovationen im Gesundheitssystem am Fraunhofer ISI und Leiterin des ÖNaG-Projekts. „Mit den Leitfäden wollen wir sie motivieren, erste Schritte zu gehen und aufklären, dass Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit nicht unbedingt mit hohen Kosten einhergehen müssen und oft auch relativ leicht einzuführen sind. Manchmal genügen schon kleinere Veränderungen, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen.“

Ökologische Nachhaltigkeit in der ambulanten Pflege: Informationen, Maßnahmenempfehlungen und praxisnahe Checklisten zur einfachen Umsetzung in der ambulanten Pflege