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Bayern: 4,4 Millionen Euro für neues „Kompetenzcluster innovative Pflege“
Mit einer Förderung von rund 4,4 Millionen Euro startet in Bayern ein neues Innovationsprojekt für die Pflege: Das „Kompetenzcluster innovative Pflege“ (KiPf) soll Forschung, Praxis und Wirtschaft enger verzahnen und neue Technologien schneller in den Versorgungsalltag bringen.
Mit der offiziellen Übergabe eines Förderschecks an den Verein ZTM e.V. hat Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach in Bad Kissingen den Startschuss für das neue Kompetenzcluster gegeben. Es ist Teil der „HighCare Agenda“ des Freistaats, mit der die Pflege zukunftsfest aufgestellt werden soll. „Heute beginnen wir gemeinsam etwas Großes, das über die gewöhnlichen Projekte und Pilotphasen hinausgeht“, erklärte Gerlach laut Mitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention.
Ziel sei es, ein „Innovationsökosystem für die Pflege in Bayern“ zu schaffen, das „alle Kräfte aus Pflegepraxis, Pflegewissenschaft, Pflegewirtschaft und Gesellschaft bündelt“. Über die kommenden vier Jahre soll das KiPf durch den ZTM e.V. aufgebaut und betrieben werden.
Neue Konzepte schneller in den Alltag bringen
Im Zentrum stehen drei Aufgabenbereiche: Wissenstransfer, Infrastruktur und Vernetzung. Dafür richtet das Kompetenzcluster eine Geschäftsstelle sowie zehn Fachforen ein, die als Ideenschmieden und Realitätschecks dienen. Hier sollen Fachleute aus Praxis, Forschung, Bildung und Technik gemeinsam Maßnahmenpläne entwickeln.
„Das Kompetenzcluster bringt zusammen, was bisher oft nebeneinanderstand: Pflegepraxis, Pflegewissenschaft und Pflegewirtschaft“, sagte Gerlach. Es soll Pflegeanbieter:innen unter anderem bei der Verbesserung ihrer digitalen Infrastruktur und bei der Einführung moderner Technologien unterstützen.
Auch praxisnahe Fort- und Weiterbildungsangebote, Roadshows und mobile Pflege-Labs sind geplant, um Innovationen sichtbar und nutzbar zu machen. „Pflege braucht die menschliche Zuwendung, aber Technik kann Menschen entlasten, schützen und vernetzen“, betonte die Ministerin.
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