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Pflege-Leuchtturm 2025: Schleswig-Holstein zeichnet kreative Pflegeprojekte aus
Zum 20. Mal hat Schleswig-Holstein herausragende Initiativen in der Pflege mit dem „Pflege-Leuchtturm“ ausgezeichnet. Die drei Hauptpreise gingen an Projekte zu Pflege auf dem Bauernhof, Diversität in der Ausbildung und praxisnahem Lernen, teilte das Sozialministerium kürzlich mit. Insgesamt wurden 6.000 Euro Preisgeld vergeben, hinzu kam ein Sonderpreis über 2.000 Euro.
Das Land Schleswig-Holstein hat am Freitag zum 20. Mal den „Pflege-Leuchtturm“ verliehen. Drei Projekte und ein Sonderpreisträger wurden für ihre innovativen Ideen ausgezeichnet. Insgesamt stellten das Sozialministerium und seine Partner 8.000 Euro Preisgeld bereit.
Sozialstaatssekretär Johannes Albig betonte bei der Verleihung in Kiel: „Pflege bedeutet Routine und Innovation zugleich.“ Die prämierten Projekte zeigten eindrücklich, wie vielfältig Pflege im Land gestaltet werden könne – von Ausbildung über Angehörigenarbeit bis hin zu neuen Lebenswelten auf dem Land.
1. Platz: Pflege trifft Landwirtschaft
Projekt „Green Care – Landwirtschaft trifft Seniorenpflege“
Träger: Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein
Preisgeld: 3.000 Euro
Zehn landwirtschaftliche Betriebe öffnen ihre Höfe für pflegebedürftige und behinderte Menschen. Bewegung an der frischen Luft, Begegnung mit Tieren und das Erleben von Natur fördern das Wohlbefinden der Teilnehmenden. Die Jury lobte, dass „Green Care“ pflegerische Aktivierung und ländliche Strukturen sinnvoll verbindet – zum Vorteil für Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegepersonal gleichermaßen.
2. Platz: Vielfalt in der Pflegeausbildung
Projekt „Diversität in der Pflegeausbildung: Was uns verbindet, ist stärker als das, was uns trennt“
Träger: Bildungszentrum Malepartus Bargteheide / Domus Facilities Services GmbH / Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“
Preisgeld: 2.000 Euro
Rund 95 Prozent der 200 Auszubildenden in Bargteheide stammen aus dem Ausland. Das Projekt fördert kulturelle Vielfalt durch Sprachförderung, Integrationsarbeit und Partizipation. Das Ziel: ein respektvolles, offenes Lernumfeld, das internationale Fachkräfte langfristig an die Pflege bindet. Laut Jury leistet das Vorhaben „einen wichtigen Beitrag zur Attraktivität der Pflegeberufe und zur gesellschaftlichen Integration“.
3. Platz: Lernen in geschütztem Raum
Projekt „Lerninsel“
Träger: Friederica-von-Ellendsheim-Haus / Stiftung Kieler Stadtkloster
Preisgeld: 1.000 Euro
In der „Lerninsel“ übernehmen Auszubildende Verantwortung für ein bis zwei Pflegebedürftige – begleitet, aber eigenständig. Das stärkt Selbstvertrauen, pflegerische Kompetenz und Praxisnähe. Die Jury hob hervor, dass das Projekt sowohl die Ausbildungsqualität als auch die Versorgung der Pflegebedürftigen verbessert.
Sonderpreis: Bewegung stärkt Pflege und Zusammenhalt
Projekt „bewegt und belebt“
Träger: Forschungsgruppe Geriatrie Lübeck
Preisgeld: 2.000 Euro
Das Projekt kombiniert Bewegungsprogramme für Seniorinnen und Senioren mit Gesprächs- und Austauschformaten für Angehörige. Grundlage ist das „Lübecker Modell Bewegungswelten“, das Mobilität, Selbstständigkeit und Gedächtnisleistung verbessert. Angehörige erhalten im begleitenden „Klönschnack“ Entlastung und fachliche Informationen. Die Jury lobte die Verknüpfung von Gesundheitsförderung und familiärer Unterstützung.
Albig betonte zum Abschluss: „Ohne Angehörige würde unser Pflegesystem nicht funktionieren. Die ausgezeichneten Projekte zeigen, wie viel Engagement und Innovationskraft in der Pflege steckt.“
Der „Pflege-Leuchtturm“ wird seit 2004 vom Land in Kooperation mit dem Landespflegeausschuss vergeben – unterstützt von den Pflegekassen, dem Forum Pflegegesellschaft und dem Verband der privaten Krankenversicherung.
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