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Sachsen-Anhalt startet Begleitprojekt für ausländische Pflegekräfte

Sachsen-Anhalt will mit einem neuen Modellprojekt ausländische Fachkräfte in der Pflege und im Gesundheitswesen gezielt beim Ankommen unterstützen und langfristig im Land halten. Das Projekt „Berufs-Begleitung“ (ProBe) wurde am vergangenen Freitag gemeinsam vom Arbeitsministerium und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) vorgestellt, wie das Ministerium mitteilte.

Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne.
Sachsen-Anhalts Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD). Foto: MS

Vier sogenannte Begleiterinnen und Begleiter sollen internationale Beschäftigte künftig bei der beruflichen und sozialen Integration unterstützen – etwa bei Behördengängen, der Suche nach Kinderbetreuung oder passenden Sprachkursen. Gleichzeitig sollen Pflege- und Gesundheitseinrichtungen bei organisatorischen Fragen und Integrationsprozessen entlastet werden.

Hintergrund ist der wachsende Fachkräftemangel: Allein in der Pflege werden in Sachsen-Anhalt bis 2035 rund 24.000 zusätzliche Fachkräfte benötigt, um die Versorgung sicherzustellen. „Aus unseren bisherigen Anwerbeprojekten wissen wir, dass es eine verlässliche und individuelle Unterstützungsstruktur braucht, damit ausländische Beschäftigte beruflich und sozial in Sachsen-Anhalt ankommen“, sagte Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD).

DRK-Landesgeschäftsführerin Katja Fischer bezeichnete das Vorhaben als wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung und zur nachhaltigen Stärkung der Gesundheitsversorgung im Land.

Das Projekt wird in Magdeburg sowie in den Landkreisen Jerichower Land, Börde, Stendal und im Altmarkkreis Salzwedel umgesetzt. Auch private Einrichtungen oder Einrichtungen anderer Träger können sich über Kooperationsvereinbarungen beteiligen. Projektträger ist der DRK-Landesverband Sachsen-Anhalt. Für die Umsetzung stehen bis 2028 insgesamt 1,47 Millionen Euro zur Verfügung.