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Studie: 82 Prozent der Pflegeeinrichtungen nutzen zentrales Förderinstrument nicht

Eine aktuelle Studie zeigt eine deutliche Lücke bei der Finanzierung internationaler Fachkräftegewinnung: Obwohl die Förderung nach § 81 SGB III für viele Einrichtungen entscheidend ist, bleibt sie meist ungenutzt. Das hat konkrete Folgen für die Praxis der häuslichen und stationären Pflege.

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Eine aktuelle Studie zeigt eine deutliche Lücke bei der Finanzierung internationaler Fachkräftegewinnung. Foto: AdobeStock_MH

Wie aus der Studie „Ohne das Qualifizierungschancengesetz geht es nicht“ hervorgeht, „bezeichnen 58 Prozent der befragten Einrichtungen die Förderung nach § 81 SGB III als wichtigen Faktor für ihre Rekrutierungsentscheidung“. Gleichzeitig hätten „82 Prozent diese Unterstützung bisher nicht in Anspruch genommen“. Damit zeige sich eine erhebliche Diskrepanz zwischen Bedeutung und tatsächlicher Nutzung, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der Initiative Match Pflege.

Das Qualifizierungschancengesetz ermöglicht unter anderem die Finanzierung von Anpassungslehrgängen, berufsbegleitenden Sprachkursen sowie Maßnahmen zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse. Auch Zuschüsse zum Arbeitsentgelt während der Qualifizierung sind möglich. Gerade für die Integration internationaler Pflegefachpersonen ist dies ein zentraler Baustein.

Kleine Einrichtungen besonders betroffen

Die Studie mache deutlich, dass insbesondere kleinere und mittlere Pflegeeinrichtungen Schwierigkeiten haben, die Förderung zu nutzen, heißt es in der Pressemitteilung. Ihnen fehlten häufig die personellen Ressourcen für komplexe Antragsverfahren. Größere Träger hingegen verfügen eher über spezialisierte Abteilungen.

Zugleich zeige die Untersuchung, dass der Bedarf weiter steigt: 59,5 Prozent der Einrichtungen planen, laut Studie in den nächsten fünf Jahren international zu rekrutieren, während bisher nur 26,2 Prozent dies umgesetzt hätten. Die Integration der Pflegefachpersonen sei zudem ein langfristiger Prozess, der „bis zu drei Jahre dauert“ und eine kontinuierliche Begleitung erfordert.

Konkrete Vorschläge zur Verbesserung

Die Autor:innen der Studie empfehlen unter anderem vereinfachte Verfahren für kleinere Einrichtungen sowie feste Ansprechpersonen bei der Bundesagentur für Arbeit. Zusätzlich könnten regionale Mentoring-Programme helfen, Hürden abzubauen.

„Die Studie liefert erstmals fundierte Daten zur Nutzung dieser Förderung in der Praxis“, sagt Martin Niederauer von Match Pflege. „Sie zeigt nicht nur die Hürden auf, sondern auch konkrete Ansatzpunkte, wie die Inanspruchnahme verbessert werden kann.“