Management

DGQ-Fachkreis erarbeitet Assessment zur Leitbildentwicklung in der Pflege

Der DGQ-Fachkreis „Qualität in der Pflege“ hat ein neues Instrument zur Entwicklung und Überprüfung von Leitbildern in Pflegeeinrichtungen erarbeitet. Das 13-Schritte-Modell soll Führungskräfte dabei unterstützen, Leitbilder als wirksame Steuerungsinstrumente zu nutzen.

Foto: AdobeStock/Shawn Hempel

Mit der bevorstehenden Veröffentlichung schließt der Fachkreis „Qualität in der Pflege“ der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) sein erstes Projekt ab. Eine interdisziplinär besetzte Arbeitsgruppe hat laut DGQ ein Assessment entwickelt, das Pflegeeinrichtungen bei der systematischen Arbeit an ihren Leitbildern begleiten soll. Im Mittelpunkt stehen nach Angaben des Fachkreises Qualität, Werteorientierung und die Übertragbarkeit in den Pflegealltag.

Die Publikation richtet sich an Führungskräfte und Qualitätsverantwortliche. Ziel sei es, Leitbilder nicht als formale Pflichtdokumente zu behandeln, sondern als Orientierungs- und Steuerungsinstrumente einzusetzen. Das Instrument verknüpft laut DGQ ethische Grundlagen, gesetzliche Anforderungen und aktuelle Qualitätsstandards mit den Bedürfnissen von Pflegeempfangenden und Mitarbeitenden.

Methodisch arbeitet das Modell in 13 Schritten: Es führt Einrichtungen von der Bestandsaufnahme über die Definition von Werten, Vision und Mission bis zur Verankerung des Leitbildes in Unternehmenskultur, Führung und Prozessen. Ein konkreter Veröffentlichungstermin wurde nicht genannt – die Publikation soll „in Kürze“ erscheinen.

Der DGQ-Fachkreis versteht sich nach eigener Darstellung als interdisziplinäre Gemeinschaft von DGQ-Mitgliedern, die den sektorenübergreifenden Austausch zu Qualitätsfragen in der Pflege fördern wollen. Er vertritt eine integrierte Qualitätssicht, in der die Bedürfnisse der Menschen im Mittelpunkt stehen sollen. Eine Mitarbeit steht interessierten Mitgliedern offen.

DGQ-Pflegetag 2026: Fokus Kompetenzmanagement

Am 14. September 2026 richtet die DGQ von 9:00 bis 16:00 Uhr den Pflegetag unter dem Motto „Können, Dürfen, Bleiben!“ aus. Thematisch geht es um Kompetenzmanagement im Spannungsfeld neuer Rollen, der Qualitätsprüfrichtlinien (QPR) und der Fachkräftebindung.

Den fachlichen Auftakt gibt Prof. Dr. Anne Roll mit einem Impuls zur Transformation von Rollenprofilen und den Auswirkungen der Generalistik. Kerstin Wülfing referiert anschließend zum Weg „Vom Generalisten zur Spezialistin“. Ingolf Rascher widmet sich Assistenzsystemen in der Pflege und der Frage, wie digitale Kompetenz Pflegeprozesse entlasten kann.

Am Nachmittag stehen parallele Workshops auf dem Programm: einer zum Onboarding als Bindungsinstrument, ein zweiter zu praktischen Tipps für die Kompetenzen, die die neue QPR ambulant verlangt. Ein Ortstermin im Skills Lab und die Vorstellung der Workshop-Ergebnisse runden den Tag ab.