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Webinar: Tariftreue ausgesetzt: Was bedeutet das jetzt für die ambulante Pflege?

Steigende Tariflöhne könnten nach aktuellen Plänen der Bundesregierung künftig nur noch begrenzt refinanziert werden. Was diese Entwicklung für die wirtschaftliche Stabilität und die Personalplanung ambulanter Pflegedienste bedeutet, beleuchtet das Webinar mit Isabel Bierther und Michael Küppers am 28. September.

Michael Küppers, Inhaber 361 Coaching und Beratung und Isabel Bierther, Fachanwältin für Medizinrecht Fotos: Privat

Die geplante Deckelung der Refinanzierung von Lohnsteigerungen an der Grundlohnsummensteigerung führt zu einer Lücke zwischen arbeitsrechtlich geschuldeten Entgelten und sozialrechtlich refinanzierten Personalkosten. Damit wird der Grundsatz, dass Tarifentgelte als „angemessen“ gelten faktisch durch eine gesetzliche Budgetgrenze relativiert.

Mit der Konzertierten Aktion Pflege und der Änderung des § 72 SGB XI im Jahr 2022 wurden höhere Gehälter und Tariftreue eingeführt. Nun sollen GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz und Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) diese Tariftreue für Leistungen nach SGB V und SGB XI wieder begrenzen. Für Leistungserbringer bedeutet das: arbeitsrechtlich volle Bindung an Tarif- und Tarifähnlichkeit, sozialrechtlich aber nur gedeckelte Refinanzierung – mit erheblichen arbeitsrechtlichen und betriebswirtschaftlichen Spannungen. Welche Folgen das konkret für die häusliche Pflege hat, wird kompakt im Webinar erläutert.

 

Webinar: Tariftreue ausgesetzt: Was bedeutet das jetzt für die ambulante Pflege?

Termin: 28. September 2026, 11 – 12:15 Uhr

Referent: Isabel Bierther und Michael Küppers

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