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Azubi-Boom in Pflege droht an Lehrermangel zu scheitern
Immer mehr junge Menschen beginnen eine Ausbildung in der Pflege. Gleichzeitig fehlt es bundesweit an qualifizierten Lehrkräften. Fachverbände warnen, dass der Aufschwung dadurch ausgebremst werden könnte.
Mehr junge Menschen entscheiden sich für eine Ausbildung in der Pflege. Laut Statistischem Bundesamt stieg die Zahl der Ausbildungsverträge zuletzt um acht Prozent auf etwa 64.000, insgesamt befinden sich rund 158.000 Menschen in der Ausbildung – so viele wie noch nie seit Einführung der generalistischen Pflegeausbildung. Auch regional zeigt sich der Trend: In Brandenburg nahm die Zahl neuer Verträge innerhalb eines Jahres um gut 25 Prozent zu, berichtet tagesschau.de.
Mehr Auszubildende bringen Schulen an ihre Grenzen
Mit dem Wachstum steigen jedoch die Herausforderungen. „Wir merken, dass der Zuwachs an Schülern uns vor Probleme stellt“, sagt Denny Köppen, stellvertretender Leiter einer Pflegeschule in Beelitz-Heilstätten, gegenüber tagesschau.de. „Wir brauchen jetzt Lehrkräfte, die wir vorher nicht brauchten.“
Zwar macht die Ausbildung auch wegen gestiegener Vergütung den Beruf attraktiver, doch der Ausbau der Kapazitäten gelingt nicht im gleichen Tempo. Nach Angaben von tagesschau.de droht damit ein Engpass, der den aktuellen Aufwärtstrend gefährden könnte.
Qualifikationsanforderungen verschärfen die Lage zusätzlich
Hinzu kommen steigende Anforderungen an das Lehrpersonal. Ab 2030 sollen regulär nur noch Lehrkräfte mit Masterabschluss unterrichten. Für viele Einrichtungen und Lehrkräfte mit Bachelorabschluss hätte das laut Artikel erhebliche Folgen.
Verbände warnen vor Flaschenhals der Ausbildung
Der Lehrermangel gilt seit Jahren als zentrales Problem. „Der Lehrermangel an den Pflegeschulen ist seit Jahren der Flaschenhals der generalistischen Pflegeausbildung“, sagt Anna Leonhardi vom Deutschen Evangelischen Verband für Altenarbeit und Pflege (DEVAP) gegenüber tagesschau.de. Teilweise müssten bereits ganze Kurse abgesagt werden. Der Verband fordert daher flexiblere Übergangsregelungen sowie bessere Rahmenbedingungen für das Studium der Pflegepädagogik.
Das Brandenburger Gesundheitsministerium verweist laut Artikel hingegen auf bestehende Übergangsregelungen bis Ende 2035 und sieht sich „zunächst gut aufgestellt“. Gleichzeitig werde die Entwicklung weiter beobachtet.
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