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Branchenvertreter:innen fordern verbindliche Reformagenda
Auf dem Kongress Pflege 2026 haben rund 60 Fach- und Führungskräfte aus Pflege, Management, Politik, Wissenschaft und Industrie ein gemeinsames Positionspapier erarbeitet. Die zentrale Botschaft: Die Praxis weiß längst, was nötig ist, nun müsse die Politik handeln.
Laut einer Pressemitteilung des Bundesverbands Pflegemanagement (BVPM) und des Medizintechnikunternehmens Arjo fand der Workshop unter dem Titel „Zukunft Pflege gestalten“ Ende Januar in Berlin statt. Die Moderation übernahmen Sarah Lukuc und Bernd Potthoff. Vertreten waren Akteur:innen aus Akutversorgung, Rehabilitation, Langzeitpflege und ambulanter Versorgung.
Strukturen hinken der Praxis hinterher
Ein zentrales Ergebnis des Workshops: Die Beteiligten im Gesundheitswesen wissen nach eigener Einschätzung, welche Maßnahmen erforderlich sind. Es mangele jedoch an konsequenter politischer Umsetzung und passenden Rahmenbedingungen. Gefordert werden unter anderem verbindliche, bundesweit einheitliche Versorgungspfade über Sektorengrenzen hinweg sowie eine verlässliche Finanzierung von Case- und Entlassmanagement.
Breiter Forderungskatalog
Die Teilnehmenden formulierten laut BVPM und Arjo weitere konkrete Handlungsaufträge: Die Rehabilitation solle als integraler Bestandteil der Versorgung gestärkt werden. Zudem brauche es nationale Strategien zur Personalgewinnung und -bindung, Investitionen in Führungskräfteentwicklung sowie eine prozessorientierte Digitalisierung mit nachhaltiger Refinanzierung. Die Finanzierungsstrukturen müssten sektorenübergreifend reformiert werden.
Darüber hinaus fordern die Beteiligten einen langfristigen „Masterplan Pflege & Versorgung“, der über einzelne Legislaturperioden hinaus Bestand hat. Die Sozialgesetzbücher sollten stärker an realen Versorgungspfaden ausgerichtet werden.
Dialogangebot an die Politik
BVPM und Arjo verstehen das Positionspapier als Arbeitsauftrag und Dialogangebot. Beide Organisationen erklären ihre Bereitschaft, die Ergebnisse gemeinsam mit Politik und Selbstverwaltung weiterzuentwickeln und Umsetzungsschritte zu begleiten.
Das vollständige Positionspapier ist über den Bundesverband Pflegemanagement abrufbar: www.bv-pflegemanagement.de
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