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Oliver Bruzek übernimmt Geschäftsführung des Intensivpflegeverbands

Der Intensivpflegeverband Deutschland e.V. (IPV) hat einen neuen Geschäftsführer. Oliver Bruzek soll die Interessen von mehr als 100 Anbietern der Außerklinischen Intensivpflege gegenüber Politik und Selbstverwaltung vertreten – und warnt zum Amtsantritt vor den Folgen zweier geplanter Gesetzesvorhaben für die Branche.

Oliver Bruzek, Geschäftsführer Intensivpflegeverband Deutschland e.V. Foto: privat

Seit dem 1. Juni 2026 führt Oliver Bruzek die Geschäfte des IPV. Laut Pressemitteilung des Verbands bringt Bruzek Erfahrungen aus dem Deutschen Bundestag sowie aus mehreren Großkonzernen mit, wo er unter anderem Regierungsbeziehungen und Public Affairs verantwortete. Zudem ist er Geschäftsführender Gesellschafter einer politischen Beratungsgesellschaft.

Vorstandsvorsitzende Martina Wiedmann erklärt, mit Bruzek wolle der Verband das Profil schärfen und die Attraktivität für Anbieter der Außerklinischen Intensivpflege (AKI) erhöhen. Ziel sei eine bessere Interessenvertretung der Mitglieder gegenüber Politik, Selbstverwaltung und weiteren Stakeholdern.

Bruzek selbst nutzt seinen Amtsantritt für eine deutliche politische Positionierung. Das geplante GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz und das Pflegeneuordnungsgesetz drohten laut Bruzek, die Fortschritte bei der Fachkräftegewinnung sowie die wirtschaftliche Stabilität der Pflegeanbieter zu beschädigen. Gute Pflege brauche anständige Löhne, die auch refinanziert werden müssten. Der IPV habe nach eigenen Angaben in einem ersten Schritt Alternativvorschläge vorgelegt, mit denen sich das angestrebte Einsparpotenzial ohne „Kollateralschäden“ erreichen lasse.

Der IPV vertritt nach eigenen Angaben mehr als 100 Pflegeanbieter der Außerklinischen Intensivpflege und arbeitet gemeinsam mit dem GKV-Spitzenverband an den Bundesrahmenempfehlungen für die AKI mit. (ck)

Weitere Informationen unter: www.ipv-deutschland.de