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Pflegebranche beklagt hohen Aufwand nur fürs Karten-Einlesen

Private Pflegeanbieter kritisieren den hohen Zeitaufwand dafür, Versichertenkarten von Pflegebedürftigen immer wieder zum Einlesen in Arztpraxen bringen zu müssen. Der Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste, Bernd Meurer, sagte der Deutschen Presse-Agentur, jede verfügbare Minute werde gebraucht, um die steigende Zahl Pflegebedürftiger zu versorgen.

bpa Präsident Bernd Meurer Foto: Arne Pöhnert

„Den Irrsinn, Pflegekräfte stundenlang in Arztpraxen warten oder Versichertenkarten herumfahren zu lassen, kann sich Deutschland schlicht nicht mehr leisten“, sagte Meurer. Hintergrund ist, dass viele Pflegebedürftige ihre Versichertenkarte einmal im Quartal in Arztpraxen einlesen lassen müssen – etwa, wenn sie in einem Heim leben und verschreibungspflichtige Medikamente einnehmen oder zu Hause Leistungen der Krankenpflege bekommen. Häufig bringen Beschäftigte von Pflegediensten und Pflegeeinrichtungen die Karten dafür in die Praxen.

Aufwand von zwei Millionen Stunden im Jahr

Verbandspräsident Meurer mahnte: „Es gibt in Deutschland kaum etwas Wertvolleres als die Arbeitszeit von Pflegekräften.“ Er forderte: „Digitalisierung muss ernst genommen werden und die Abläufe wirklich vereinfachen.“ Nach einer Szenariorechnung des Verbands gibt es ein großes Entlastungspotenzial. (dpa)

 

 

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