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Sachsen-Anhalt: Rückhalt für Mitarbeitende mit Migrationshintergrund

Wenige Tage nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vom 6. September 2026 meldet sich der Landesverband Hauskrankenpflege e.V. (LVHKP) mit einer deutlichen Stellungnahme zu Wort. Die Vorstände Florian Wend und Sabine Weidlich zeigen sich „mit tiefer Sorge“ über das Wahlergebnis und stellen sich klar hinter ihre Mitarbeitenden – insbesondere jene mit Migrationshintergrund.

Foto: Michael Palatini Führen den LVHKP: Florian Wend (Unternehmensgruppe Wend | Pflege und Wohnen, Lutherstadt Eisleben und Klostermansfeld) und Sabine Weidlich (Pflege im Geiseltal GmbH und Seniorenhaus Geiselblick GmbH, Braunsbedra).

Der Verband, der zahlreiche Träger stationärer und ambulanter Pflegeeinrichtungen in Sachsen-Anhalt vertritt, betont die zentrale Rolle internationaler Fachkräfte. Ohne das Engagement von Kolleginnen und Kollegen mit Migrationshintergrund wäre die pflegerische Versorgung im Bundesland nach Einschätzung des LVHKP „schon heute an vielen Stellen kollabiert“. Der Verband sichert seinen Mitarbeitenden ein Umfeld zu, das von „Respekt, Wertschätzung und Sicherheit“ geprägt sei.

Warnung vor Folgen für die Versorgungssicherheit

Mit Blick auf den demografischen Wandel warnt der LVHKP vor den Konsequenzen eines politischen Klimas der Ausgrenzung. Sende Sachsen-Anhalt das Signal, nicht weltoffen zu sein, könnten weder internationale Fachkräfte gehalten noch neue gewonnen werden. Damit sei die Versorgungssicherheit pflegebedürftiger Menschen unmittelbar gefährdet.

Appell an die demokratischen Fraktionen

Der Verband fordert alle demokratischen Abgeordneten des neu gewählten Landtages auf, Verantwortung für den sozialen Zusammenhalt zu übernehmen. Die Pflege im Land brauche verlässliche Rahmenbedingungen und ein klares Bekenntnis zu einer weltoffenen Gesellschaft. Der LVHKP kündigt an, den Austausch mit dem künftigen Gesundheits- und Sozialausschuss sowie den zuständigen Ministerien aktiv zu suchen.

Deutliche Positionierung bereits vor der Wahl

Die Stellungnahme knüpft an ein Interview an, das die Vorstände Florian Wend und Sabine Weidlich kurz vor der Wahl der Fachzeitschrift Häusliche Pflege gegeben hatten. Darin hatten beide erklärt, warum sie sich öffentlich für Demokratie und Vielfalt engagieren, wie die AfD in den Wahlprüfsteinen des Verbandes abgeschnitten hat und warum sie eine Regierungsbeteiligung der Partei als Gefahr für die pflegerische Versorgung sehen. Das vollständige Interview ist hier nachzulesen: „Wir brauchen Migration und ein weltoffenes Miteinander“.

 

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