Management
Projekt Bürokratieabbau in der ambulanten Pflege gestartet
In Bad Reichenhall ist der Startschuss für das Projekt „Einfach machen! – Entbürokratisierung der ambulanten Pflege“ gefallen. Ziel des Pilotprojekts ist es, die Bürokratie in der ambulanten Pflege spürbar zu reduzieren.
Gemeinsam sollen im Landkreis Berchtesgadener Land neue Wege erprobt werden. Die Region war gezielt ausgewählt worden, da dort durch das „Netzwerk Soziale Dienste“ bereits eine enge Zusammenarbeit zwischen Pflegediensten, Ehrenamt und Landkreis besteht.
Zu den Zielen des Projekts gehört es, Verordnungen in der ambulanten Pflege zu vereinfachen. Außerdem sollen einheitliche Lösungen für Fahrdienste und Parkausweise entwickelt werden. Auch digitale Ansätze, wie die Nutzung digitaler Patientenakten, sollen getestet werden.
Zur Auftaktveranstaltung kamen zahlreiche Beteiligte nach Bad Reichenhall – darunter Vertreterinnen und Vertreter der ambulanten Dienste, der Pflegekassen, des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK), des Medizinischen Dienstes sowie weitere Akteure aus dem Pflegebereich.
„Pflegekräfte sollen so viel Zeit wie möglich für ihre Patientinnen und Patienten haben“, erklärte Bernhard Seidenath, Vorsitzender des Landtags-Ausschusses für Gesundheit, Pflege und Prävention und des Arbeitskreises Gesundheit, Pflege und Prävention der CSU-Landtagsfraktion.
Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach (CSU) betonte nlässlich der Fördertafelübergabe für das neue Modellprojekt in München: „In der Modellregion Berchtesgadener Land werden verschiedene Lösungsansätze erarbeitet, um Bürokratie in der ambulanten Pflege abzubauen. Das begrüße ich sehr, denn übermäßige bürokratische Anforderungen binden viel zu oft unnötig Personal in den Pflegediensten. Die Entbürokratisierung gibt den Pflegekräften mehr Zeit für das Wesentliche: den Dienst am Menschen.“
Das Pilotprojekt ist auf zwei Jahre angelegt. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen schnellstmöglich auf ganz Bayern übertragen werden. Damit könnte die ambulante Pflege im gesamten Freistaat spürbar entlastet werden.
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