Management
Wie steigende Kosten und Bürokratie Pflegedienste belasten
57 Prozent der stationären Pflegeeinrichtungen und 61 Prozent der ambulanten Dienste schätzen ihre wirtschaftliche Situation als instabil ein. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Verbands katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD). Was muss sich ändern?
Andreas Wedeking, Geschäftsführer des VKAD: „Die Ampelregierung hat in Sachen Pflegepolitik wenig erreicht. Dass nicht einmal das Pflegekompetenzgesetz den Bundestag passiert hat, ist ein echter Rückschlag. Die kommende Bundesregierung muss das Politikfeld endlich aktiv besetzen.“
Bürokratie und Verfahrensdauern würden das drängende Thema des Fachkräftemangels verchärfen, so der VKAD. Der ambulante Bereich leide unter den schleppenden Anerkennungsverfahren von Fachkräften aus Drittstaaten. „Die qualifizierten Fachkräfte stehen bereit, aber wir können sie aufgrund der langwierigen Anerkennungsverfahren nicht einsetzen. Das ist ein massiver Bremsklotz für die Versorgungssicherheit“, kritisiert Wedeking.
Neben dem Personalmangel belasten insbesondere die weiten Wege in ländlichen Regionen und steigende Kosten, etwa im Fuhrpark, die wirtschaftliche Situation. „Ein Risikozuschlag für stabiles Wirtschaften könnte hier erste Abhilfe schaffen. Die konsequente Umsetzung digitaler Lösungen ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Entlastung der ambulanten Pflege“, so der VKAD.
Mit Blick auf die neue Legislatur macht der VKAD konkrete Vorschläge, um die Rahmenbedingungen für Träger der Pflege zu verbessern. Die pflegepolitischen Forderungen sind abrufbar unter: VKAD_Pflegepolitische_Forderungen_2025.pdf
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