Versorgungskonzepte
Vorreiter für gutes Altwerden der Boomer gesucht
Die Union Krankenversicherung (UKV) und die Sparkassen-Finanzgruppe loben zum achten Mal den Deutschen Pflegeinnovationspreis aus. Mit dem Preis werden zukunftsweisende Projekte rund ums Wohnen und die Versorgung im Alter ausgezeichnet.
2023 lag der Themenschwerpunkt erstmals auf „Zukunftssicheren Lösungen für die Generation Babyboomer“. Das Thema stieß mit inspirierenden Projektbewerbungen und einem außergewöhnlichen Gewinner auf große Resonanz. Angesichts der hohen Tragweite der demografischen Entwicklung widmet sich die Ausschreibung dieses Jahr erneut der Frage, wie die Gesellschaft der Alterung der Babyboomer begegnen kann.
Das überzeugendste Projekt wird von einer Expertenjury mit einem Preisgeld von 10.000 Euro ausgezeichnet.
Fokusthema: Versorgungslücke ab 2040
Die Anfang der 1960er Jahre geborene Generation stellt aktuell die größte Altersgruppe in Deutschland. Und genau sie kommt in die Jahre: Wenn die rund 13 Millionen Babyboomer ab dem Jahr 2040 mit 80 Jahren ein Alter erreichen, in dem ein Pflegebedarf zunehmend wahrscheinlich wird, droht eine enorme Versorgungslücke. Denn die personellen Kapazitäten in der Altenpflege reichen schon heute nicht mehr aus.
Ziel der Preisstiftenden ist es, überzeugende innovative Projekte und gelungene Beispiele, mit denen sich neue Wege in Versorgung und Pflege beschreiten lassen, deutschlandweit bekannt zu machen.
„Wir müssen den absehbaren Pflegebedarf der größten Altersgruppe in Deutschland rechtzeitig in den Blick nehmen und vorsorgen. Etwa indem wir beginnen, Alternativen und Ergänzungen zum derzeitigen Pflegesystem aufzubauen. Diesen Entwicklungsprozess wollen wir fördern, indem wir Projekte unterstützen, die bereits mutig vorangehen und mit neuen Ansätzen Erfolg haben“, erklärt Katharina Jessel, für den Bereich Pflege verantwortliches Vorstandsmitglied der Kranken- und Reiseversicherer im Konzern Versicherungskammer. „Es gilt, von erfolgreichen Ideen zu lernen und zur Nachahmung zu motivieren.“
Um den Preis bewerben können sich soziale Träger, Netzwerke, Institutionen und Initiativen, die neue Wohnformen, alternative Unterstützungsmöglichkeiten und explizit auf den individuellen Bedarf angepasste Pflegeangebote erproben. Beispiele hierfür sind gemeinschaftliche Wohnprojekte, die Pflegebedürftigkeit mitdenken, Seniorengenossenschaften oder Unterstützungsnetzwerke für Ältere auf lokaler Ebene.
Die Teilnahmebedingungen und das Online-Bewerbungsformular finden sich unter https://urldisarm.vkbads.de/verify.html?url=www.ukv.de/pflegepreis.
Dort können auch Vorschläge Dritter eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 30. April 2024.
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