Personal

Bis zu 2.000 Pflegefachkräfte pro Jahr aus Usbekistan

Im Rahmen der dreitägigen Zentralasienreise von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) unterzeichnete das Unternehmen Globogate ein Kooperationsabkommen mit der Regierung von Usbekistan zur Gründung von mehreren Einrichtungen unter dem Namen „Deutsche Medizinische Akademie für Pflegefachkräfte“ mit dem Ziel, die Fachkräfte-Migration von Pflegefachkräften in Deutschland zu erleichtern und zu beschleunigen.

Sang-Woo Pai, CEO von Globogate und Bekhzod Musaev, Minister für Beschäftigung und Armutsbekämpfung der Republik Usbekistan bei der Unterzeichnung des Abkommens in Samarkand, Foto: Pressedienst des Ministeriums für Industrie, Handel und Entwicklung Usbekistans

Während der dreitägigen Reise des deutschen Bundeskanzlers Olaf Scholz im September 2024, an der auch eine Wirtschaftsdelegation aus Deutschland teilnahm, kam es in Samarkand neben dem bereits bekannten Migrationsabkommen zwischen Deutschland und Usbekistan auch zu einer konkreten Vereinbarung zwischen der Globogate concept AG, einem Unternehmen aus Bereich der Rekrutierung sowie der Aus- und Weiterbildung von Pflegefachkräften, und der Regierung von Usbekistan.

Konkret geht es dabei um die Gründung von Akademien innerhalb der bestehenden staatlichen Bildungseinrichtungen für die medizinischen Berufe, in denen usbekische Pflegekräfte nach deutschen Standards aus- und weitergebildet werden. Geplant ist der Start an 14 staatlichen Bildungsinstitutionen in allen Regionen des Landes bereits im kommenden Jahr 2025. Die erste „Deutsche Medizinische Akademie für Pflegefachkräfte“ soll in Taschkent, der Hauptstadt Usbekistans, an den Start gehen.

Die Vereinbarung wurde am 15. September von Sang-Woo Pai, dem CEO von Globogate, sowie dem Arbeitsministerium, dem Gesundheitsministerium und dem Ministerium für Hochschulbildung unterzeichnet. Das Abkommen hat eine Laufzeit von zehn Jahren und ermöglicht die Rekrutierung von über 2.000 Pflegefachkräften pro Jahr nach Deutschland.

Das bevölkerungsreichste zentralasiatische Land mit rund 36 Millionen Einwohnern ist bereit, die Ausbildung auf Deutschland zuzuschneiden, sodass in bestimmten Bereichen, wie zum Beispiel der Pflege, geeignete Fachkräfte gewonnen werden können.

Der Abschluss an einer der neuen Akademien soll die Vollanerkennung als Pflegefachkraft für den deutschen Arbeitsmarkt ermöglichen. Dadurch entfallen monatelange Einarbeitungs- und Eingliederungszeiten und langwierige Prozesse bei der Anerkennung von etwaigen Ausbildungs- und Berufsnachweisen aus dem Ausland in Deutschland. Die Berufs- und deutsche Sprachausbildung erfolgt bereits in Usbekistan.

Die Absolventen werden fachlich auf ihre Tätigkeit in Deutschland vorbereitet. „Es ist wichtig, dass die Pflegefachkräfte neben dem Diplom auch ein Berufszeugnis erhalten, das ihnen die Möglichkeit gibt, in Deutschland zu arbeiten“, sagt Sang Woo Pai, CEO der Globogate concept AG.

Globogate ist seit vier Jahren in Usbekistan tätig. Die neue Vereinbarung ist das zweite Agreement mit der Regierung in Usbekistan. Aktuell befinden sich bereits über 1.000 Pflegefachkräfte an fünf Standorten in Usbekistan im Programm für den deutschen Markt.