Personal
„Personal aus dem Ausland sichert die Altenpflege“
Laut einer aktuellen Studie der Bertelsmann Stiftung benötigt Deutschland jährlich 288.000 Einwanderer, um weiter leistungsfähig sein zu können. Besonders brisant ist die Lage in der Altenpflege.
Laut einer aktuellen Studie der Bertelsmann Stiftung ist Deutschland auf Zuwanderung angewiesen, um die Leistungsfähigkeit seiner Wirtschaft und Gesellschaft zu sichern. Jährlich benötigt das Land 288.000 Einwanderer, um die demografischen Herausforderungen zu bewältigen. Besonders kritisch ist die Lage in der Altenpflege, wie der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) betont.
„Deutschland braucht dringend mehr Migration in den Arbeitsmarkt – besonders in die Pflege“, sagt Isabell Halletz, Geschäftsführerin des AGVP. Aktuell seien Pflegeunternehmen darauf angewiesen, Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben. „Seit zwei Jahren gibt es nur dank Zuwanderung einen Personalaufwuchs in der Pflege. Jede sechste Pflegefachkraft hat mittlerweile einen ausländischen Pass.“ Ohne diese Unterstützung müssten Pflegeeinrichtungen schließen oder Betten unbesetzt bleiben.
Doch der bürokratische Aufwand hemmt die Einwanderung dringend benötigter Fachkräfte. Halletz fordert beschleunigte und standardisierte Verfahren sowie eine zentrale Bearbeitung der Anerkennungsprozesse. Bayern habe mit seiner „Fast Lane“-Initiative vorgemacht, wie die Anerkennung ausländischer Abschlüsse binnen vier bis sechs Wochen gelingen könne – ein Modell, das bundesweit Schule machen müsse.
Auch moderne Technologien könnten helfen, die Verfahren zu straffen. Künstliche Intelligenz könnte beispielsweise Unterlagen schneller prüfen und die Bearbeitung in den Behörden beschleunigen. „Die Botschaft an die nächste Bundesregierung: Mehr Mut zu weniger Bürokratie. Einfach mal machen“, so Halletz.
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