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Tanja Machalet: „Frauen stemmen die Pflege“

Tanja Machalet fordert bessere Arbeitsbedingungen, mehr Verantwortung und weniger Bürokratie in der Pflege – um vor allem Frauen gezielt zu stärken und zu entlasten.

Macht sich stark für Frauen in Führungspositionen: Dr. Tanja Machalet (SPD), Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag Foto: Stella von Saldern

„Pflege ist in Deutschland noch immer überwiegend weiblich geprägt – beruflich wie privat“, sagt Dr. Tanja Machalet (SPD), Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag. Um Frauen in der Pflege zu stärken, brauche es bessere Arbeitsbedingungen, verlässliche Dienstpläne, ausreichend Personal und flexible Arbeitszeitmodelle. „Fort- und Weiterbildungen müssen so gestaltet werden, dass Aufstieg auch in Teilzeit möglich ist.“

„Applaus reicht nicht“

Das Thema sei für sie persönlich: „Während der Corona-Pandemie habe ich ehrenamtlich in einem Pflegeheim gearbeitet. Ich habe erfahren, wie fordernd dieser Beruf ist – und wie bereichernd es ist, Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu begleiten.“ Aus dieser Erfahrung leitet sie eine klare Forderung ab: „Wertschätzung darf nicht nur aus Applaus bestehen, sondern muss sich in guten Löhnen, verlässlichen Rahmenbedingungen und echter Unterstützung zeigen.“

Mehr Verantwortung für Pflegefachpersonen

Mit dem neuen Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege will Machalet Handlungsspielräume schaffen. „Wir geben Pflegefachpersonen mehr Verantwortung, bauen Bürokratie ab und führen eine bundeseinheitliche Pflegefachassistenzausbildung ein. Das stärkt vor allem Frauen, die den Großteil dieser Berufe ausüben.“

Erleben Sie Dr. Tanja Machalet live beim Netzwerktreffen „Frauen führen Pflege“ am 8. und 9. Oktober in Berlin:

Programm und Anmeldung