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Rheinland-Pfalz: Ausbildungsbonus für Gesundheitsfachberufe soll kommen

Rheinland-Pfalz will mit einem neuen Ausbildungsbonus mehr Menschen für Gesundheitsfachberufe gewinnen. Private Schulen erhalten künftig 500 Euro pro zusätzlichem Ausbildungsplatz, wie Arbeits- und Digitalisierungsministerin Dörte Schall (SPD) am Montag beim 10. Fachkräftegipfel in Mainz mitteilte.

Arbeits- und Digitalisierungsministerin Dörte Schall (SPD). Foto: MASTD /Jülich

Der Bonus ist Teil der „Qualifizierungs- und Digitalisierungsstrategie Gesundheitsfachberufe Rheinland-Pfalz 2025“, die das Land gemeinsam mit Schulen, Praxiseinrichtungen, Kammern und Verbänden erarbeitet hat. Ziel ist es, die Ausbildung in Therapie- und Assistenzberufen wie Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und medizinisch-technischen Berufen attraktiver zu machen.

Die Strategie umfasst vier Handlungsfelder: attraktivere Ausbildungsbedingungen, stärkere Öffentlichkeitsarbeit, modernere Rahmenbedingungen und die digitale Transformation an allen Lernorten. Dazu sollen unter anderem hybride Lernmodelle, digitale Lernplattformen und sogenannte Skills Labs eingeführt werden.

Die Landesregierung verweist auf die Wirkung der 2022 eingeführten Schulgeldfreiheit. Seitdem sei die Zahl der Auszubildenden an privaten Schulen der Gesundheitsfachberufe um 76 Prozent auf 1.281 im Schuljahr 2025/26 gestiegen. Besonders stark wuchs die Zahl in der Ergotherapie mit 149 Prozent sowie in der Physiotherapie mit 64 Prozent. Das Land zahlte 2025 rund 6,2 Millionen Euro an Zuschüssen für die Schulgeldfreiheit.

Mit dem neuen Bonus sollen die Schulen Anreize erhalten, ihre Ausbildungskapazitäten erneut zu erweitern. „Jede zusätzliche Ausbildung stärkt die Versorgung, entlastet Einrichtungen und schafft berufliche Chancen“, sagte Schall. Die Auszahlung des Bonus ist für Ende 2026 vorgesehen.

Hier gibt es die Broschüre als Download