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Neuer DEVAP-Vorsitzender fordert Finanzreform in der Pflege

Der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege e.V. (DEVAP) hat einen neuen Vorsitzenden: Thomas Neeb. Er will sich besonders für eine grundlegende Finanzreform und nachhaltige Refinanzierung der stationären Pflege einsetzen. Wilfried Wesemann wechselt in den Vorsitz des Kuratoriums.

Thomas Neeb, neuer Vorsitzender des Deutschen Evangelischen Verbands für Altenarbeit und Pflege e.V. (DEVAP), will die Finanzierung der stationären Pflege neu aufstellen und dabei auch Aspekte der ökologischen Nachhaltigkeit stärker berücksichtigen. Foto: Christian Schneider

Auf der Mitgliederversammlung am 21. November 2025 wählte der DEVAP Thomas Neeb zum neuen Vorsitzenden. „Damit die Pflegebedürftigen die Eigenanteile künftig sicher leisten können, ist neben einer Strukturreform gleichermaßen eine grundlegende Finanzreform zwingende Voraussetzung“, betonte Neeb laut DEVAP-Pressemitteilung. Er wolle insbesondere die Refinanzierung vollstationärer Leistungen auf eine stabile und nachhaltige Grundlage stellen.

Der 54-Jährige ist seit über 30 Jahren für die Johanniter tätig, seit 2011 in der Geschäftsführung der Johanniter Seniorenhäuser GmbH. Dort verantwortet er den Bereich Finanzen und legt besonderen Wert darauf, dass Pflegeleistungen „auch unter ökologischen Gesichtspunkten refinanziert werden“, wie es in der Mitteilung heißt (Quelle: DEVAP-Pressemitteilung).

Breite Kompetenz im neuen Vorstand

Neben Neeb gehören dem Vorstand künftig Sonja Schneider-Koch (DSP Elbdiakonie), Sandra Schuhmann (Diakonisches Werk Bayern) und Christoph Dürdoth (Johannesstift Diakonie) an. Beratend unterstützen Martina Althoff (Diakonie RWL) und Elke Ronneberger (Diakonie Deutschland). Das hauptamtliche Mitglied Anna Leonhardi komplettiert das Gremium.

Neeb hob hervor, dass der Verband stark von der aktiven Beteiligung seiner Mitglieder lebe: „Der DEVAP ist ein Mitmachverband – nur durch die Mitarbeit aller können die Interessen der Branche wirkungsvoll kommuniziert werden.“

Wechsel im Kuratorium: Wesemann übernimmt Vorsitz

Nach seinem altersbedingten Rückzug aus dem Vorstand hat Wilfried Wesemann den Vorsitz des Kuratoriums übernommen. Das neue Gremium bringt mit Expert:innen aus Wissenschaft, Diakonie und Pflegestrukturen vielfältige Perspektiven ein – unter anderem mit Prof. Dr. Heinz Rothgang (Universität Bremen) und Dr. Bodo de Vries (Ev. Johanneswerk gGmbH).

Die Amtszeit von Vorstand und Kuratorium beträgt fünf Jahre. Mit der neuen Besetzung, so der DEVAP abschließend, wolle man die „Zukunftsfähigkeit der Pflegearbeit in Deutschland stärken“ (Quelle: DEVAP-Pressemitteilung).