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Argentum übernimmt insolvente Zerbst Pflege Gruppe
Die insolvente Alten- und Pflegeheim in Zerbst GmbH hat kurz vor Weihnachten eine Fortführungslösung gefunden. Alle Einrichtungen an acht Standorten bleiben erhalten. Rund 750 Beschäftigte sowie Bewohnerinnen und Bewohner sowie Angehörige bekommen damit eine Perspektive.
Der vom Gericht bestellte Insolvenzverwalter Christian Otto, Partner der Kanzlei hww, führte das Unternehmen fast zwei Jahre im Verfahren fort und organisierte eine europaweite Investorensuche. „Wir freuen uns riesig, dass es trotz der schwierigen Rahmenbedingungen gelungen ist, alle Einrichtungen an den acht Standorten des Unternehmens zu erhalten“, erklärt Otto. Die Zerbst Pflege Gruppe betreibt Einrichtungen der stationären und ambulanten Pflege in Sachsen-Anhalt, Sachsen, Berlin und Niedersachsen.
Argentum Gruppe ermöglicht Neustart
Investor ist die Argentum Gruppe, Betreiber von Senioren- und Pflegeeinrichtungen in Deutschland. Nach eigener Sanierung in der ersten Jahreshälfte 2025 ist Argentum laut Pressemeldung der hww wieder finanziell solide und operativ nachhaltig aufgestellt. Geschäftsführer Jens Ulrich Keil betont, man habe „unser Möglichstes zu einer für alle Beteiligten positiven Fortführungslösung beitragen“ wollen.
Strukturierter Investorenprozess führt zum Ziel
Otto und der auf Sondersituationen spezialisierte Sanierungsgeschäftsführer Simon Leopold von ABG Consulting stabilisierten den Geschäftsbetrieb, führten überfällige Pflegesatzverhandlungen und setzten Sanierungsmaßnahmen um. ABG begleitete das Unternehmen kaufmännisch und organisierte als M&A Berater einen strukturierten Investorenprozess. Nach Unterzeichnung der Kaufverträge bereiten die Beteiligten nun den Betriebsübergang vor.
Mehrjährige Zitterpartie beendet
Die letzten drei Jahre waren eine Belastungsprobe für die Pflegeeinrichtungen. Trotz Insolvenz blieb der Geschäftsbetrieb in allen Häusern erhalten. Die Führungslosigkeit nach dem Tod des Geschäftsführers im März 2023 und die schwierige Lage der Pflegebranche hatten zuvor die Handlungsfähigkeit stark eingeschränkt.
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