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bpa warnt vor Einbruch der ambulanten Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern

Die Zahl der Pflegedienste und Auszubildenden in Mecklenburg-Vorpommern sinkt, während der Pflegebedarf steigt. Der bpa fordert von der Landesregierung sofortige Entlastungsmaßnahmen.

"Obwohl der Bedarf an Pflege steigt, müssen Pflegedienste schließen, die verbleibenden können weniger Leistungen erbringen und der Personalnachwuchs bleibt immer mehr aus. Die Politik hat es versäumt, diese Entwicklungen zu erkennen und wirksam gegenzusteuern", sagt Michael Beermann, Landesvorsitzender des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: bpa

Michael Beermann, Landesvorsitzender des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), hat auf der bpa-Qualitätskonferenz in Linstow vor einem massiven Rückgang der pflegerischen Versorgung gewarnt. „Vor einem Jahr haben wir an dieser Stelle vor genau dieser Entwicklung gewarnt. Heute zeigen die Zahlen: Unsere Prognosen sind leider eingetreten“, sagte Beermann vor rund 600 Teilnehmenden.

Leistungsrückgang bei steigendem Bedarf

Laut offiziellen Jahresmeldungen sind die ambulanten Pflegeleistungen in Mecklenburg-Vorpommern innerhalb von drei Jahren um fast zehn Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Pflegedienste sank von 543 im Jahr 2023 auf 522 im Jahr 2025. Gleichzeitig ging die Zahl der Auszubildenden in der Pflege im vergangenen Jahr um sieben Prozent zurück. Die Zahl der Pflegebedürftigen stieg im selben Zeitraum um zwölf Prozent.

Forderungen an die Politik

Beermann nannte drei Maßnahmen, um das Wegbrechen der Versorgung zu stoppen: bürokratische Entlastung, schnelle Refinanzierungen und einen einfacheren Einsatz internationaler Pflegekräfte durch eine Kompetenzvermutung.

Mit Blick auf die Landtagswahl im September forderte der bpa-Landesvorsitzende alle Parteien auf, die Entlastung der ambulanten Pflege zu einem zentralen Wahlkampfthema zu machen. Von der aktuellen Landesregierung erwarte der Verband, dass sie bereits jetzt alle Handlungsmöglichkeiten nutze. „Die Versorgung kann nicht erst nach der Wahl stabilisiert werden“, so Beermann.