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Rheinland-Pfalz erhöht Förderung für Gemeindeschwesterplus

Das Land passt die Zuschüsse für das präventive Beratungsangebot an die Tarifentwicklung im öffentlichen Dienst an. Ab 2026 soll die Förderung automatisch mit den Gehaltssteigerungen steigen.

„Gemeindeschwesterplus ist ein wahrer Zugewinn für die älteren Menschen in unserem Land. Um die Kommunen deutlich spürbar zu entlasten, passen wir den Förderbetrag an die gestiegenen Kosten und die Tarifentwicklung im öffentlichen Dienst an“, sagt die rheinland-pfälzische Arbeits- und Sozialministerin Dörte Schall (SPD). Foto: Sozialministerium Rheinland-Pfalz

Alle 24 Landkreise und 12 kreisfreien Städte in Rheinland-Pfalz erhalten in diesem Jahr mehr Geld für das Landesprogramm Gemeindeschwesterplus. Laut dem rheinland-pfälzischen Sozialministerium steigt die maximale Förderung auf 106.950 Euro pro Kommune. Insgesamt stehen im Landeshaushalt 3,81 Millionen Euro für das Programm bereit.

Hintergrund der Erhöhung ist die Tarifsteigerung im Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst (TVöD) um 2,8 Prozent zum 1. Mai 2025. Sozialministerin Dörte Schall (SPD) begründete den Schritt damit, die Kommunen „deutlich spürbar“ entlasten zu wollen.

Automatische Anpassung ab 2026

Eine neue Förderrichtlinie sieht vor, dass der Förderbetrag ab dem kommenden Jahr automatisch mit der TVöD-Tarifentwicklung steigt. Voraussetzung dafür ist, dass im jeweiligen Landkreis oder der kreisfreien Stadt mindestens 1,5 Vollzeitstellen für Gemeindeschwesterplus besetzt sind.

Präventive Beratung für ältere Menschen

Das Programm richtet sich an Senior:innen, die noch keine Pflege benötigen, aber Unterstützung in ihrem Alltag wünschen. Die Fachkräfte besuchen die Menschen nach vorheriger Zustimmung zu Hause und beraten sie kostenlos zu Themen wie sozialer Situation, gesundheitlicher und hauswirtschaftlicher Versorgung, Wohnsituation oder Mobilität. Darüber hinaus vermitteln sie Teilhabeangebote wie Seniorentreffen oder Bewegungskurse und sollen entsprechende Strukturen in den Kommunen mit aufbauen.

Weitere Informationen zum Landesprogramm bietet das Sozialministerium Rheinland-Pfalz.