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Polizei und Pflegedienste in Wittmund starten Betrugsprävention
Im Landkreis Wittmund verteilen acht ambulante Pflegedienste künftig bei Hausbesuchen Informationsmaterial der Polizei. Das Projekt soll rund 1.250 Seniorinnen und Senioren vor Betrugsmaschen schützen.
Die Polizei in Wittmund geht gemeinsam mit dem Pflege- und Seniorenstützpunkt des Landkreises neue Wege bei der Betrugsprävention. Acht Pflegedienste im Kreisgebiet wurden mit Informationsmaterial ausgestattet, das sie bei Hausbesuchen an ältere Menschen weitergeben und erläutern. Ziel ist es, Seniorinnen und Senioren über Schockanrufe, den Enkeltrick und falsche Polizeibeamte aufzuklären.
Alleinlebende besonders gefährdet
„Menschen, die nicht mehr mobil sind und sich im Alter zunehmend zurückziehen, sind für Betrugsmaschen besonders gefährdet“, sagte Polizeioberkommissar Lukas Drieling, Präventionsbeamter beim Polizeikommissariat Wittmund. Wer einsam lebe, rede bei einem Betrugsversuch unter Umständen mit niemandem darüber und trage den Schaden schlimmstenfalls allein.
Polizeioberrat Jannes Ulferts, Leiter des Polizeikommissariats Wittmund, verwies auf die zunehmende Professionalität der Täter: „Gleichzeitig werden die Täter immer professioneller, sodass ein Betrugsanruf nicht mehr so einfach zu erkennen ist.“
Acht Pflegedienste beteiligt
An dem Projekt „Kein Anschluss für Betrüger“ beteiligen sich der Ambulante Pflegedienst Sozialstation H. Hildebrand, Pflegedienst Remmers, Pflegedienst GbR Faß und Freese, Frieslandcare, Tengos Pflegedienst, AWO Sozialstation, Ambulante Senioren- und Krankenpflege Medicus sowie Das Pflegemobil. Alle Dienste wurden geschult und haben ein Informationsschreiben sowie ein illustriertes Info-Kärtchen erhalten.
Die Kooperation zwischen Polizei und Pflegediensten soll über das Projekt hinaus fortgesetzt werden.
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