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Vergütung 2025: Caritas bleibt Spitzenreiter in der Langzeitpflege

Die Caritas zählt auch 2025 zu den bestzahlenden Arbeitgebern in der deutschen Langzeitpflege. Das geht aus einem aktualisierten Vergütungsvergleich des Verbands katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD) und der Caritas-Dienstgeber (DGS) hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Demnach liegen die Gehälter der Caritas in allen Qualifikationsstufen deutlich über dem Branchendurchschnitt.

VKAD-Vorsitzende Barbara Dietrich-Schleicher betonte, gute Arbeitsbedingungen zeigten sich „auch auf der Gehaltsabrechnung“. Foto: Jens Jeske

Die Caritas bleibt 2025 der bestzahlende Träger in der deutschen Langzeitpflege. Das zeigt ein aktueller Vergütungsvergleich des Verbands katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD) und der Caritas-Dienstgeber (DGS). Demnach verdienen Pflegefachkräfte, Pflegehilfskräfte und Auszubildende bei der Caritas weiterhin überdurchschnittlich gut – teils deutlich mehr als im Branchenschnitt.

Pflegefachkräfte in Vollzeit kommen bei der Caritas auf ein durchschnittliches Bruttomonatsentgelt von 4.407 Euro. Damit liegt die Vergütung rund 100 Euro über dem Durchschnitt aller Altenpflege-Träger und mehr als 500 Euro über dem Mittelwert aller Fachkräfteberufe.

Deutlicher Abstand bei den Hilfskräften

Besonders groß ist der Vorsprung bei Pflegehilfskräften. Ungelernte Hilfskräfte erzielen im Schnitt 3.564 Euro, Hilfskräfte mit einjähriger Ausbildung 4.007 Euro brutto im Monat. Das entspricht rund 800 Euro mehr als bei anderen Trägern der Langzeitpflege. Ein Drittel der bei der Caritas beschäftigten Hilfskräfte arbeitet in der höheren Vergütungsgruppe P6, was die durchschnittliche Hilfskraftvergütung auf über 3.700 Euro hebt.

Auszubildende ebenfalls über Branchenniveau

Auch in der Ausbildung liegt die Caritas klar vorn. Pflegeauszubildende starten mit 1.416 Euro brutto. Im Durchschnitt der dreijährigen Ausbildung erhalten sie 1.490 Euro – deutlich mehr als Auszubildende in Industrieberufen wie Mechatronik oder Bankwesen sowie über 300 Euro mehr als der Durchschnitt aller Branchen. Die Vergütungen entsprechen den Arbeitsvertragsrichtlinien der Caritas (AVR), die sich am TVöD orientieren.

Tariftreuegesetz sorgt für Veränderungen – Caritas weiter über Durchschnitt

Seit Inkrafttreten des Tariftreuegesetzes 2022 müssen alle Pflegeanbieter tarifliche oder vergleichbare Löhne zahlen. Dadurch ist das Vergütungsniveau branchenweit gestiegen. Pflegehilfskräfte verdienen seit Ende 2025 mindestens 16,10 Euro brutto pro Stunde, mehr als 25 Prozent über dem gesetzlichen Mindestlohn.

Trotz der Annäherung behauptet die Caritas ihren Vorsprung: 2024 erhielten ihre Mitarbeitenden mehr als 11 Prozent Lohnerhöhung – die höchste Steigerung seit 50 Jahren. Besonders profitierten untere Lohngruppen durch Mindeststeigerungsbeträge.

In der Gesundheits- und Krankenpflege fallen die Löhne nach wie vor höher aus. Fachkräfte verdienen dort rund 4 Prozent, Hilfskräfte etwa 9 Prozent mehr als in der Altenpflege. Der Abstand hat sich jedoch in den vergangenen Jahren stark verringert: 2012 lagen die Krankenpflegevergütungen noch 25 bzw. 35 Prozent höher als in der Altenpflege.

Die Caritas sieht darin ein Argument für eine weitergehende Angleichung im Sinne der generalistischen Pflegeausbildung.

Arbeitsbedingungen und Zusatzleistungen als Wettbewerbsfaktor

Zur Gesamtvergütung zählen auch strukturelle Faktoren. Eine Vollzeitstelle bei der Caritas umfasst 39 Stunden pro Woche und 30 Urlaubstage. Die betriebliche Altersvorsorge – etwa durch die KZVK – liegt bei 5,6 Prozent des steuerpflichtigen Entgelts, für eine Fachkraft durchschnittlich bei 264 Euro monatlich, vollständig vom Arbeitgeber getragen.

VKAD-Vorsitzende Barbara Dietrich-Schleicher betonte, gute Arbeitsbedingungen zeigten sich „auch auf der Gehaltsabrechnung“. Die Caritas übernehme Verantwortung und setze ein klares Zeichen der Wertschätzung.

DGS-Sprecher Johannes Brumm sagte, die Branche müsse wettbewerbsfähig bleiben. Die geplante Pflegereform müsse die „strukturellen und finanziellen Herausforderungen“ berücksichtigen, um das System zukunftsfest zu machen.

In der Caritas arbeiten bundesweit rund 150.000 Beschäftigte in knapp 3.200 Einrichtungen. Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels bewertet der VKAD die überdurchschnittliche Vergütung als zentralen Faktor, um Nachwuchs zu gewinnen und den Beruf attraktiver zu machen.

Eine Antwort auf “Vergütung 2025: Caritas bleibt Spitzenreiter in der Langzeitpflege

  1. pflegedienst-wetzlar.de

    Da ist alles miteingerechnet und im Schnitt sind ca. 70% in der höchsten Stufe auch ?
    Die Entgelttabellen sagen nämlich anderes.
    P.s. die Diakonie HN zahlt Auszubildenden im ersten Lehrjahr 1449€.