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Gesundheits- und Sozialimmobilien geraten trotz steigenden Bedarfs ins Stocken
Gesundheits- und Sozialimmobilien entwickeln sich laut dem ZIA‑Frühjahresgutachten 2026 zunehmend zu einer eigenständigen und stark wachsenden Assetklasse. Treiber seien vor allem der demografische Wandel sowie neue gesetzliche und regulatorische Anforderungen. Trotz des wachsenden Bedarfs klafft insbesondere im Bereich altersgerechtes Wohnen und Pflegeimmobilien eine deutliche Versorgungslücke.
Besonders im Bereich altersgerechtes Wohnen und Pflegeimmobilien entstehe eine wachsende Versorgungslücke, heißt es in dem Gutachten. Steigende Kosten, hohe regulatorische Vorgaben und uneinheitliche Investitionsbedingungen erschwerten neue Projekte. Die Branche sei stark öffentlich geprägt, was einerseits Sicherheit bringe, andererseits Investitionen bremse. Hinzu kämen Fachkräftemangel und enge Haushaltslagen.
Die Autoren sprechen von einer systemischen Krise der Pflegefinanzierung. Wachsende Eigenanteile, höhere Betriebskosten und eine Zunahme von Insolvenzen in der Pflegebranche erhöhten den Druck. Während das Angebot klassischer Pflegeheimplätze stagniere, gewinne der Ausbau alternativer Wohn- und Versorgungsformen wie ambulant betreuter Wohngruppen, Service‑Wohnen und Quartierslösungen an Bedeutung.
Das Gutachten empfiehlt unter anderem eine Harmonisierung der Regulierung, planbare Förderprogramme sowie flexiblere Baustandards. Zudem brauche es verlässliche Refinanzierungsmodelle – auch für Klimaschutzmaßnahmen. Nur so ließen sich Bezahlbarkeit, Versorgungssicherheit und Investitionsfähigkeit langfristig sichern, sagte Jan Grabow, geschäftsführender Partner der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Curacon und Mitglied des Rats der Immobilienweisen.
Das Gutachten wurde am Dienstag in Berlin von ZIA‑Präsidentin Iris Schöberl an die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesbauministerium, Sabine Poschmann, übergeben.
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