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Langjähriger DPV‑Geschäftsführer Rolf Höfert verstorben

Der Deutsche Pflegeverband (DPV) trauert um seinen ehemaligen Geschäftsführer Rolf Höfert. Wie der Verband bestätigte, ist Höfert am 19. Februar 2026 im Alter von 77 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben.

Rolf Höfert prägte die Pflegebranche über vier Jahrzehnte hinweg maßgeblich. Foto: PWG-Seminare

Rolf Höfert, vier Jahrzehnte Geschäftsführer des Deutschen Pflegeverbandes (DPV) sowie Präsidiumsmitglied des Deutschen Pflegerats (DPR), ist am 19. Februar 2026 im Alter von 77 Jahren verstorben. Das teilte der DPV am Montag gegenüber verschiedenen Fachmedien mit.

Höfert prägte die Pflegebranche über vier Jahrzehnte hinweg maßgeblich. Bereits 1981 übernahm er die Geschäftsführung des Deutschen Pflegeverbandes, die er bis 2021 innehatte. Der gelernte Krankenpfleger entwickelte sich zu einer der profiliertesten Stimmen der deutschen Pflegepolitik.

Für sein langjähriges Engagement, sowohl im Verband als auch im Ehrenamt, wurde Höfert 2008 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Neben seiner Arbeit im DPV übernahm er zahlreiche weitere Funktionen—darunter als Vorsitzender des Deutschen Bildungsrates für Pflegeberufe (1995–1997) sowie als Mitglied des Deutschen Pflegerates seit 1999.

Auch im sozialpolitischen und verbandlichen Umfeld setzte Höfert wichtige Impulse: Er war über drei Jahrzehnte im Vorstand des Paritätischen Thüringen aktiv, davon 16 Jahre als Vorsitzender, und wirkte in verschiedenen bundesweiten Gremien mit, darunter der Runde Tisch Pflege der Bundesregierung. Zudem gehörte er zu den Mitbegründern des Dachverbandes der Pflegeorganisationen in Rheinland‑Pfalz, Hessen und dem Saarland.

Mit dem Tod von Rolf Höfert verliert die deutsche Pflegebranche einen Vordenker, der die Professionalisierung des Berufsstandes über Jahrzehnte entscheidend mitgestaltet hat, heißt es. Der Deutsche Pflegeverband würdigte ihn als „Galionsfigur“ und „Vorbild an Haltung, Klarheit und Verlässlichkeit“.