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„Führungswürfel“: Wie Humanas seine PDL abseits klassischer Fortbildungen entwickelt

Der Pflegeanbieter Humanas setzt auf ein eigenes Weiterbildungsformat für Pflegedienstleitungen. Im Fokus stehen Themen, die in klassischen PDL-Qualifikationen häufig zu kurz kommen: Teamentwicklung, Konfliktlösung und authentische Führung. Der dritte Jahrgang hat das Programm nun abgeschlossen.

Die Pflegedienstleitenden Nicole Kraut (v.l.), Julia Heinrich, Paul Baeslack, Jana Schreiber und Gabriele Will sind beim Zielstart des „Führungswürfel“-Hürdenlaufs, dem praxisnahen Finale des Programms, auf Position gegangen. Foto: Humanas

Laut Humanas umfasste der dritte Durchgang des Programms „Führungswürfel“ insgesamt 120 Stunden und lief von Mai 2025 bis Februar 2026. Fünf Pflegedienstleitungen aus verschiedenen Humanas-Wohnparks in Sachsen-Anhalt nahmen teil: Julia Heinrich (Wohnpark Brehna), Paul Baeslack (Wohnpark Colbitz), Jana Schreiber (Wohnpark Gröbern), Nicole Kraut (Wohnpark Schwanebeck) und Gabriele Will (Wohnpark Wanzleben). Der nächste Durchgang soll am 25. März 2026 starten.

Das Unternehmen hat den „Führungswürfel“ bewusst als internes Programm konzipiert. Der Grundkurs war laut Humanas für alle Teilnehmenden vergleichbar aufgebaut, wurde aber individuell angepasst. Inhaltlich standen Teamentwicklung, werteorientierte Führung, Konfliktlösung, Kommunikation, Persönlichkeitsentwicklung und Reflexion im Mittelpunkt – Themen, die in klassischen PDL-Weiterbildungen nach Einschätzung des Unternehmens häufig nur am Rande behandelt werden. Ergänzend zum Grundkurs fanden sogenannte Refresh-Termine statt, in denen das Gelernte aufgefrischt und weiterentwickelt wurde.

Den praktischen Abschluss bildete der sogenannte „Hürdenlauf“: Die Teilnehmenden mussten eine Dienstberatung mit neutralen Personen simulieren und erhielten direktes Feedback. Bewertet wurde laut Humanas, wie gut das selbstgewählte Thema vermittelt wurde und welche Wirkung die eigene Führung entfaltete.

Entwickelt wurde das Programm federführend von Jenifer Diedrich, die bei Humanas für Aus- und Weiterbildung sowie Personalentwicklung verantwortlich ist. „Es geht explizit nicht darum, auf Biegen und Brechen ein Konzept umzusetzen und ein Führungsverhalten zu übernehmen, das in der Theorie gut klingt, aber nicht authentisch ist“, sagte Diedrich laut der Pressemitteilung. Ziel sei vielmehr, Führungskräfte in ihren Stärken gezielt weiterzuentwickeln und sie zu ermutigen, einen eigenen, reflektierten Führungsstil zu gestalten.