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Rheinland-Pfalz testet neue Sozialraumprojekte

Zum Tag der älteren Generation startet Rheinland-Pfalz neue Sozialraumprojekte in Modellregionen. Ziel ist es, Strukturen so weiterzuentwickeln, dass ältere Patient:innen länger selbstbestimmt zu Hause leben können. Dabei setzt das Land auf Analyse, Ehrenamt und digitale Unterstützung.

In rheinland-pfälzischen Modellregionen sollen neue Sozialraumprojekte erprobt werden. Maxim Chuev/AdobeStock

In den Regionen Germersheim und Landau sollen Sozialraumlandkarten, Ortsbegehungen und Analysen helfen, „Quartiere und Nahräume zu definieren“ und die Pflege- und Seniorenarbeit gezielt zu verbessern, heißt es aus dem Ministerium. So sollen bestehende Angebote passgenauer ausgerichtet werden.

Gemeinschaft und Nachbarschaft im Fokus

Staatssekretär Dr. Denis Alt betont die Bedeutung lokaler Netzwerke: „Nachbarschaft, Begegnungsorte und passgenaue Unterstützung sind entscheidend, damit Menschen auch im Alter aktiv, sicher und eingebunden leben können.“ Bewährte Programme wie Gemeindeschwesterplus und Pflegestützpunkte bleiben zentrale Bausteine und werden weiterentwickelt, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des rheinland-pfälzischen Sozialministeriums.

Digitale Hilfe, Ehrenamt und Demenzstrategie

Mit dem Werkzeugkoffer „Daheim und Füreinander“ fördert das Land ehrenamtliche Initiativen, digitale Angebote und Maßnahmen gegen Einsamkeit. Ergänzend unterstützen über 700 Digital-Botschafter:innen ältere Menschen, darunter 150 speziell beim Umgang mit der elektronischen Patientenakte.

Darüber hinaus bereitet sich Rheinland-Pfalz aktiv auf die wachsende Herausforderung des demografischen Wandels vor: Mit der „Demenzstrategie 2025 – 2030“ unterstützt das Land Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen, stärkt regionale Versorgungs- und Betreuungsstrukturen, baut Beratungsangebote aus und qualifiziert Fachkräfte sowie Angehörige, damit ein möglichst selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft möglich bleibt.