Ambulanter Pflegemarkt

Diakonie Ruhr übernimmt ambulante Dienste von Augusta

Zum 1. Juli 2026 fusionieren die ambulanten Pflegedienste der Diakonie Ruhr und der Augusta Ambulanten Dienste. Beide Träger führen ihre häusliche Versorgung künftig unter der Marke Diakonie Ruhr weiter. Der Zusammenschluss ist Teil einer Spartenbildung im Evangelischen Verbund Augusta Ruhr (Eva Ruhr) und betrifft Standorte in Bochum und Hattingen.

Foto: Diakonie Ruhr gemeinnützige GmbH

Die Bündelung erfolgt unter dem Dach der Eva Ruhr, in der neben Diakonie Ruhr und Augusta auch die Ev. Krankenhausgemeinschaft Herne | Castrop-Rauxel sowie das Diakoniewerk Gelsenkirchen und Wattenscheid seit 2024 zusammengeschlossen sind. Nach eigenen Angaben zählt die Eva Ruhr zu den größten evangelischen Kompetenzverbünden Deutschlands, beschäftigt mehr als 11.000 Mitarbeitende und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund einer Milliarde Euro.

Jens Fritsch, Geschäftsführer der Diakonie Ruhr Pflege, begründet den Schritt mit einer engeren Anbindung an die Kundschaft in Bochum und Hattingen. Augusta-Geschäftsführer Thomas Drathen, zugleich einer von drei Konzerngeschäftsführern der Eva Ruhr, verweist auf die langjährige Expertise und das Netzwerk der Diakonie Ruhr rund um Leben, Wohnen und Pflege im Alter.

Die Standorte der Pflegeteams in den Bochumer Stadtteilen sollen erhalten bleiben. Die Versorgungsgebiete werden neu zugeschnitten, um Wegezeiten zu reduzieren und Kapazitäten in der Patientenversorgung freizusetzen. Spezialisierte Angebote, die bislang zum Augusta-Portfolio gehörten – darunter die zertifizierte Wundversorgung und die Palliativpflege – werden unter dem Dach der Diakonie Ruhr fortgeführt und stehen dann auch der bestehenden Kundschaft der Diakonie offen.

Zusätzlich wechseln die Ambulante Pflege in Hattingen, die Tagespflege Hattingen sowie die Kurzzeitpflegen in Hattingen und Bochum-Linden von Augusta zur Diakonie Ruhr. Alle Mitarbeitenden werden übernommen. Ergänzt wird das Netzwerk durch den ambulanten Pflegedienst APd, eine Tochterfirma der Diakonie Ruhr, der die Versorgung im Stadtteil Stiepel abdeckt.

Über die ambulante Versorgung hinaus erhalten Kundinnen und Kunden Zugang zum gesamten Leistungsspektrum der Diakonie Ruhr. Dazu gehören ServiceWohnen in barrierearmen Wohnungen, Entlastungsdienste, Tages- und Kurzzeitpflege, Pflegewohngemeinschaften für Menschen mit Demenz sowie 15 stationäre Pflegeeinrichtungen in Bochum, Witten, Gelsenkirchen, Dortmund, Lünen und Kamen.

Der Zusammenschluss soll laut den beteiligten Trägern die Gelegenheit bieten, Leistungsangebote enger miteinander zu verzahnen und regional weiter auszubauen. (ck)