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BAGFW will trägerübergreifendes Ausfallmanagement etablieren
Das Konzept der „Sozialstation 2.0″ sieht vor, dass regionale Koordinationsstellen künftig Aufgaben übernehmen, die einzelne Pflegedienste allein nicht mehr leisten können – vom Bereitschaftsdienst bis zur Fachkräftesicherung.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) hat ein Konzept vorgelegt, das die ambulante Pflege in zwei Richtungen weiterentwickeln soll. Neben klassischen Pflegediensten, die ihr bisheriges Leistungsspektrum fortführen, soll ein neuer Organisationstyp entstehen: die Sozialstation 2.0. Sie ist als einrichtungsübergreifende Struktur gedacht, die Aufgaben übernimmt, an denen einzelne Dienste zunehmend scheitern.
Bereitschaftsdienst, Ausfallmanagement, Spezialkompetenz
Zu den Kernaufgaben der Sozialstation 2.0 gehört ein trägerübergreifendes Ausfallmanagement für ambulante Pflegedienste in der Region. Hinzu kommen die Organisation eines dienstübergreifenden Bereitschaftsdienstes, die Koordination von Ehrenamt und Nachbarschaftshilfe sowie die Funktion als regionaler Ansprechpartner bei Notfallsituationen in der häuslichen Pflege. Außerdem soll die Sozialstation 2.0 fachpflegerische Kompetenz in spezialisierten Bereichen wie Palliativpflege, Demenzversorgung oder Intensivpflege bereitstellen – etwa im Rahmen von Konsilen für andere Dienste.
Kommunen sollen Aufgaben übertragen
Die Koordinationsaufgaben sollen von den Kommunen auf Basis der regionalen Pflegestrukturplanung an die Sozialstation 2.0 übertragen werden. Die Finanzierung der Vorhaltekosten soll aus öffentlichen Mitteln erfolgen, da viele dieser Aufgaben zur kommunalen Daseinsvorsorge zählen. Personenbezogene Leistungen werden weiterhin über die Sozialversicherung abgerechnet.
Jetzt anmelden – Webinar: Die Sozialstation 2.0
Im Webinar am 26. Februar von 11 bis 12 Uhr stellt Claudia Pohl, Referentin für Altenhilfe in der Abteilung Gesundheit/Alter/Behinderung beim AWO Bundesverband, das neue Konzept Sozialstation 2.0 vor.
Was erwartet Sie?
- Das Modell einer einrichtungsübergreifenden Organisationsstruktur, die Beratung, Koordination und Vernetzung in der Region übernimmt
- Neue Aufgabenfelder: von erweiterter heilkundlicher Behandlung bis hin zu trägerübergreifendem Ausfallmanagement
- Finanzierungsoptionen durch Mischfinanzierung aus öffentlichen Mitteln, Sozialversicherung und Projektförderungen
- Chancen für Ihr Unternehmen: attraktivere Arbeitsfelder und gestärkte Fachkräftekompetenzen
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