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Beschleunigte Fachkräfteverfahren: Neue Zentralstelle soll Verfahren in Niedersachsen auf zweieinhalb Wochen verkürzen

Seit Jahresbeginn läuft das beschleunigte Fachkräfteverfahren in Niedersachsen zentral über eine neue Landesstelle. Ziel ist es, ausländische Fachkräfte – besonders in Pflege und Medizin – schneller in Arbeit zu bringen. Erste Zahlen zeigten deutlich verkürzte Bearbeitungszeiten, so das niedersächsische Innenministerium.

Daniela Behrens (SPD) wird neue niedersächsische Sozial- und Gesundheitsministerin
Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens betonte, dass die landesweite Bündelung „klare Zuständigkeiten, einheitliche Abläufe und mehr Verlässlichkeit“ für Unternehmen und Fachkräfte schaffe. Foto: Die Foto-Scheune OHZ

Unternehmen und Agenturen wenden sich seit Januar ausschließlich an die neue Zentralstelle für das beschleunigte Fachkräfteverfahren. Diese ist bei der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen in Osnabrück angesiedelt. Zuvor lagen die Verfahren bei den kommunalen Ausländerbehörden. Innenministerin Daniela Behrens betont: „Mit der Zentralstelle bündeln wir das beschleunigte Fachkräfteverfahren erstmals landesweit an einer Stelle, was klare Zuständigkeiten, einheitliche Abläufe und mehr Verlässlichkeit schafft.“

Pflege und Medizin besonders stark nachgefragt

Nach Angaben des Ministeriums stammen die Fachkräfte überwiegend aus der Türkei, Marokko, Kamerun und Tunesien. Besonders häufig werde das beschleunigte Verfahren in den Bereichen Pflege und Medizin, Transport und Logistik sowie in der Land-, Forst- und Tierwirtschaft genutzt. Auch in Industrie und Handwerk steige die Nachfrage. Ziel sei es, dass die Fachkräfte „möglichst schnell ihre Arbeit aufnehmen und in Niedersachsen durchstarten können“, so Behrens.

Erste Bilanz: Kurze Bearbeitungszeiten und klare Abläufe

Die Zentralstelle nahm ihre Arbeit am 1. Juli 2025 auf und ist seit dem Jahreswechsel allein zuständig. Aktuell arbeiten dort 23 Mitarbeitende. Seit Start gingen 920 Anträge ein, 424 Verfahren wurden abgeschlossen. In 201 Fällen erteilte die Zentralstelle eine Vorabzustimmung für das Visumverfahren. Laut Behördenpräsident Klaus Dierker zeigen die bisherigen Erfahrungen, „dass die zentrale Bearbeitung zu stabilen Abläufen und kurzen Bearbeitungszeiten führt“. Der Zeitraum bis zur Vorabzustimmung liege derzeit bei durchschnittlich zweieinhalb Wochen.