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Bremer Pflegeschule setzt auf neuartiges Lernkonzept
Die Bremer Pflegeschule Pflegebildung Bremen hat ihren neuen Standort in der Überseestadt eröffnet und kann künftig bis zu 470 Auszubildende aufnehmen. Der Senat förderte den Umzug mit einer Million Euro. Das Schulgebäude bietet neben mehr Platz auch die entsprechenden Möglichkeiten für die Umsetzung des modernen Ausbildungskonzepts.
Der Umzug war notwendig geworden, weil die bisherigen Räume in der Neustadt nicht mehr ausreichten. Laut den Angaben haben 2024 allein 621 angehende Pflegefachpersonen ihre Ausbildung begonnen. Die Zahl der Ausbildungsplätze in Bremen sei in den letzten Jahren stetig gestiegen. Claudia Bernhard, Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, und Geschäftsführerin Daniela Reinhardt nahmen gemeinsam die neuen Räumlichkeiten im Kaffee-Quartier in Betrieb.
Mehr als Verdopplung der Ausbildungskapazität
Mit dem neuen Standort stehen der Pflegeschule nun rund 2.200 Quadratmeter zur Verfügung – mehr als doppelt so viel Fläche wie zuvor. Die Kapazität soll von derzeit 300 auf bis zu 470 Ausbildungsplätze erweitert werden. Der Senat förderte das Vorhaben mit einer Million Euro.
„Wir brauchen mehr Pflegekräfte. Und das Interesse ist groß“, sagte Senatorin Bernhard laut der Mitteilung. Um einen guten Start in die Pflege zu ermöglichen, müsse die Aus- und Weiterbildung attraktiv gestaltet werden – „unter anderem mit technisch optimal ausgestatteten und gut erreichbaren Bildungsorten“.
Die Ausbildung zur Pflegefachkraft gehört laut den Angaben aktuell zu den zehn bestbezahlten Ausbildungsberufen in Deutschland.
Neue Ausstattung mit „Skills Labs“ und digitalen Methoden
Das neue Schulgebäude verfügt über speziell konzipierte „Skills Labs“, in denen die Schülerinnen und Schüler zentrale Tätigkeiten des Pflegeberufs realitätsnah üben können. Dazu gehören Bereiche für Akut- und Langzeitpflege sowie für die Versorgung von Säuglingen. Zusätzlich gibt es eine Lernlandschaft, großzügige Klassenzimmer und digitale Unterrichtsmethoden.
Das Raumkonzept wurde laut Geschäftsführerin Reinhardt bewusst als „Denkraum“ gestaltet – mit offenen, hellen Klassenzimmern, einladenden Aufenthaltsbereichen und einem Ruheraum. Die farbenfrohen Räume sollen für eine lebendige Arbeitsatmosphäre sorgen.
„Die Herausforderungen in der Pflege werden aufgrund des demografischen Wandels, der voranschreitenden Digitalisierung, der Ambulantisierung und des zunehmenden Fachkräftemangels immer größer“, erklärte Reinhardt. Das Schulkonzept solle den Auszubildenden Kompetenzen vermitteln, die sich an realitätsnahen Pflegesituationen orientieren.
Sechs freigemeinnützige Partner als Träger
Die Pflegeschule wird von sechs freigemeinnützigen Partnern getragen: den drei Krankenhäusern DIAKO Bremen, Rotes Kreuz Krankenhaus und St. Joseph-Stift sowie dem Caritas-Verband Bremen, dem Diakonischen Werk Bremen und der Bremischen Schwesternschaft vom Roten Kreuz. Weitere Einrichtungen wie die Roland-Klinik, Bremer Hände, vacances und der Pflegedienst vielfältig entsenden ebenfalls Auszubildende an die Schule. Diese Trägerstruktur ermöglicht den Auszubildenden vielfältige Einblicke in unterschiedliche Pflegebereiche.
Mit der Eröffnung erhielt die Schule auch einen neuen Namen: Das ehemalige „Bremer Zentrum für Pflegebildung der freigemeinnützigen Einrichtungen“ heißt nun „Pflegebildung Bremen“.
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