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Caritas München-Freising erwirtschaftet 9 Millionen Euro Überschuss
Der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einem Überschuss von 9,03 Millionen Euro ab. Bei den Altenheimen legen die Erträge deutlich zu, die pflegerischen Dienste dagegen verlieren. Parallel treibt der Träger neue Pflegestandorte, Robotik-Forschung und die Ausbildung voran.
Die Umsatzerlöse stiegen laut Geschäftsbericht um 23,2 Millionen Euro auf 410,7 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von sechs Prozent. Den größten Zuwachs verzeichnen die Altenheime mit plus 12,3 Millionen Euro. Die pflegerischen Dienste büßten dagegen 1,7 Millionen Euro ein. Als Gründe nennt der Verband Entgeltverhandlungen und höhere Auslastungen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich von minus 17,2 auf minus 1,9 Millionen Euro. Der Aufsichtsrat beschloss im Oktober 2025 den Prozess „Stabilität sichern, Organisation entwickeln, Zukunftsfähigkeit herstellen“. Zusätzlich wurde ein Entwicklungsausschuss eingesetzt.
Neue Pflegeangebote in Lenggries und Prien
Im Berichtsjahr eröffnete die Caritas nach eigenen Angaben zwei neue Häuser. Das Alten- und Pflegeheim St. Jakob in Lenggries bietet 90 Einzelzimmer auf drei Etagen. Jeder Wohnbereich hat eine eigene Küche. Das Caritas Haus St. Josef in Prien-Trautersdorf verbindet stationäre Pflege mit Betreutem Wohnen. Seit November ergänzt eine Senioren-Tagespflege das Angebot. Für den Neubau in Prien weist der Verband 6,17 Millionen Euro als Anzahlungen aus. Für den Brandschutz in den Altenheimen liegen Rückstellungen von 6,6 Millionen Euro vor.
Assistenzrobotik als Zukunftsthema
Auf dem Forschungscampus in Garmisch-Partenkirchen arbeitet die Caritas an Assistenzrobotik. Partner sind die Technische Universität München und die LongLeif GaPa gGmbH. Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach und Sozialministerin Ulrike Scharf informierten sich 2025 vor Ort. Robotik sei ein zentrales Querschnittsthema für Teilhabe, Sicherheit und Selbstständigkeit im Alter, heißt es im Geschäftsbericht. Der Mehrwert liege in der Verzahnung von Forschung, Pflegepraxis, Bildung und Fachkräftesicherung.
Über 300 Ausbildungsabschlüsse
An den sieben beruflichen Schulen und Akademien des Verbands schlossen im Sommer 2025 mehr als 300 Menschen ihre Ausbildung ab. Sie wurden in sozialen, pflegerischen und hauswirtschaftlichen Berufen qualifiziert. Neue Formate in der Pflege und Heilerziehungspflege sollen das Angebot weiter ausbauen. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 beschäftigte der Verband 9.714 Personen. Davon arbeiteten 2.975 in den Altenheimen. Der Personalstand sank um 3,08 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Personalaufwand ging leicht um 0,3 Prozent auf 489,9 Millionen Euro zurück. Die Tariferhöhung von drei Prozent zum 1. Juli 2025 wurde durch den Wegfall der Inflationsausgleichsprämie und den Personalrückgang vollständig ausgeglichen.
Der vollständige Geschäftsbericht 2025/2026 ist online abrufbar
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