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DBVA wählt Karla Kämmer zur neuen Bundesvorsitzenden

Der Deutsche Berufsverband für Alten- und Langzeitpflege (DBVA) hat seinen kompletten Vorstand neu besetzt. An die Spitze rückt mit Karla Kämmer eine langjährige Beraterin und Fachautorin aus der Pflegebranche. Kämmer will der Altenpflege politisch mehr Gewicht verschaffen

Karla Kämmer
Karla Kämmer will der Altenpflege politisch mehr Gewicht verschaffen. Foto: Privat

Bei der Vorstandswahl am 9. Februar 2026 wurde Karla Kämmer laut einer Pressemitteilung des DBVA zur neuen Bundesvorsitzenden bestimmt. Sie steht damit an der Spitze des bereits 1974 gegründeten Verbandes, der die Interessen beruflich Pflegender in der Alten- und Langzeitpflege in Deutschland vertritt.

Kämmer ist studierte Sozialwissenschaftlerin und begann ihre berufliche Laufbahn als examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin sowie Altenpflegerin. Sie absolvierte Weiterbildungen zur Lehrerin für Pflegeberufe, in Systemischer Organisationsberatung, als Lösungsorientierte Coachin sowie zur Trainerin in Mindful Leadership. 1999 gründete sie die Karla Kämmer Beratungsgesellschaft in Essen. Seit 2026 ist sie als freiberufliche Beraterin mit den Schwerpunkten Kooperation und Changemanagement tätig. Darüber hinaus ist sie seit vielen Jahren Autorin u.a. für Altenheim, Altenpflege und Häusliche Pflege bei Vincentz Network. Außerdem hat sie Fachbücher zu Themen der Alten- und Langzeitpflege veröffentlicht.

Kämmer will der Altenpflege politisch mehr Gewicht verschaffen

Die neue Bundesvorsitzende kündigte an, das Profil der Alten- und Langzeitpflege in Politik, Öffentlichkeit und Fachdebatten schärfen zu wollen. „Die Alten- und Langzeitpflege – das ist wirksame Kunst, Können und Kompetenz in der Mitte einer älter werdenden Gesellschaft“, erklärte Kämmer. Mit dem DBVA-Team wolle sie der Branche „den Stellenwert, die Stimme und den Raum in der politischen Entwicklung geben, den sie braucht“.

Inhaltlich will Kämmer insbesondere die professionelle pflegerische Lebensbegleitung, die Koordination vielfältiger Teams sowie die Steuerung des Pflegeprozesses in der jeweiligen Lebenswelt der Pflegebedürftigen stärker hervorheben. Der Verband besetzt gemeinsam mit dem Deutschen Verband der Leitungskräfte der Alten- und Behindertenhilfe (DVLAB) einen stimmberechtigten Sitz im Qualitätsausschuss Pflege und bringt damit nach eigenen Angaben die Perspektive der beruflich Pflegenden direkt in zentrale Entscheidungsprozesse ein. Kämmer selbst ist zudem Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie sowie im DVLAB.

Neuer Vorstand aus verschiedenen Versorgungsbereichen

Neben Kämmer wurden zwei Stellvertreterinnen gewählt: Inga-Nadine Moos, Sozialmanagerin und Leiterin einer Seniorenresidenz in Northeim, sowie Nicole Wurz, Pflegefachkraft und Qualitätsmanagerin aus Hannover. Als Beisitzer:innen gehören dem Vorstand außerdem Manuela Lamm (Pflegedienstleitung im Südharz), Heidrun Berger (Mitbegründerin und Geschäftsführerin eines ambulanten Pflegedienstes in Brandenburg), Sylvia Feierabend (Pflegedienstleiterin eines ambulanten Pflegedienstes in Brandenburg) sowie Eckehard Schlauß (Diplom-Gerontologe und Leiter einer Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz in Berlin) an. Alle Vorstandsmitglieder engagieren sich neben ihrer beruflichen Tätigkeit seit Jahren in verschiedenen Verbänden und Organisationen für die Weiterentwicklung der Alten- und Langzeitpflege, so der DBVA.