News

Deutscher Pflegerat zieht klare Grenze zu extremistischen Parteien

Der Deutsche Pflegerat (DPR) hat einen verbindlichen Kodex zum Umgang mit extremistischen Parteien und Organisationen beschlossen. Damit setzt der Dachverband ein deutliches Zeichen für Demokratie, Vielfalt und Menschenrechte in der Pflege.

Christine-Vogler_2021_DPR
DPR-Präsidentin Christine Vogler betont: „Pflege lebt von Vertrauen, Achtung und einer klaren Orientierung an den Menschenrechten.“ Foto: DPR

Mit dem neuen Kodex legt der Deutsche Pflegerat fest, „nach welchen Maßstäben er politische Anfragen, Einladungen und öffentliche Auftritte bewertet“. Laut DPR-Präsidentin Christine Vogler basiert die Arbeit des Verbandes „auf Menschlichkeit, Respekt und Verantwortung“. Der Kodex schließt gemeinsame Auftritte oder Kooperationen mit extremistischen Parteien aus, auch wenn diese formal korrekt behandelt werden.

Orientierung für Mitarbeitende und Gremien

Der Kodex gibt vor, wie die Grundsätze im Alltag umgesetzt werden. Anfragen werden dokumentiert und einheitlich beantwortet, Mitarbeitende und Gremien erhalten Handlungssicherheit, und öffentliche Stellungnahmen bleiben „fachlich-sachlich und eindeutig in der Abgrenzung zu antidemokratischen Positionen“, heißt es in der Mitteilung des DPR. Damit schafft der Verband eine klare Linie, die sowohl intern als auch extern Verlässlichkeit bietet. (Quelle: Deutscher Pflegerat)

Pflege als Werteprofession

Der DPR betont außerdem, dass Pflege eine „Werteprofession“ sei, die für alle Menschen unabhängig von Herkunft, Identität oder Religion arbeitet. Vogler erklärt: „Pflege lebt von Vertrauen, Achtung und einer klaren Orientierung an den Menschenrechten.“ Mit dem Kodex positioniere sich der Verband ausdrücklich auf der Seite der Demokratie und gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit. Der Kodex gilt ab sofort und steht der Öffentlichkeit auf der Website des Deutschen Pflegerats zur Verfügung. (Quelle: Deutscher Pflegerat)