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Digitalverband Finsoz schafft Geschäftsführung ab
Der Digitalverband der Sozialwirtschaft stellt seine Organisationsstruktur um und setzt künftig auf ehrenamtliches Engagement statt auf eine hauptamtliche Geschäftsführung. Die bisherige Geschäftsführerin Thordis Eckhardt scheidet nach sechs Jahren zum 31. März 2026 aus.
Wie der Fachverband Informationstechnologie in Sozialwirtschaft und Sozialverwaltung – Finsoz mitteilt, wird die Position der Geschäftsführung im Zuge der Neuausrichtung ersatzlos gestrichen. Der Verband will sich stattdessen stärker auf seine Fachgruppenarbeit und inhaltliche Schwerpunktthemen konzentrieren. Die Trennung von Eckhardt sei einvernehmlich erfolgt und Teil eines geplanten Übergangs, bei dem das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder in den Vordergrund rücken soll.
Sechs Jahre an der Spitze der operativen Arbeit
Thordis Eckhardt hat die Geschäftsführung des Verbandes im Jahr 2020 übernommen. Laut Finsoz habe sie in dieser Zeit die strategische und operative Neuausrichtung des ehemaligen Fachverbandes Informationstechnologie hin zu einem Digitalverband für die Sozialwirtschaft wesentlich vorangetrieben. Der Verband habe unter ihrer Leitung seine Reichweite im Markt der Sozial-, Pflege- und Gesundheitswirtschaft ausgebaut und sich als Ansprechpartner für Leistungserbringer und Softwarehersteller positioniert.
Der Vorstand betont, dass Eckhardt den Verband zu einem Zeitpunkt verlasse, an dem dieser sich fachlich und organisatorisch in einer stabilen Lage befinde. Vorstandsvorsitzender Helmut Ristok erklärt, Eckhardt habe den Verband „mit hoher Professionalität und operativem Geschick erfolgreich durch die Zeit der Umbrüche geführt“. Die Zusammenarbeit sei geprägt gewesen von einem Fokus auf die Außendarstellung, verbunden mit „hoher Medienkompetenz, Engagement und einem gemeinsamen Verständnis für die Werte und Ziele der Sozialwirtschaft“.
Offene Fragen zur künftigen Aufstellung
Mit dem Wegfall der hauptamtlichen Geschäftsführung stellt sich die Frage, wie der Verband seine operative Arbeit künftig organisieren will. Finsoz verweist auf die bisherige Fachgruppenarbeit, die bereits in der Vergangenheit ein zentrales Element gewesen sei und nun weiter gestärkt werden solle. Konkretere Angaben zur neuen Struktur macht der Verband in seiner Mitteilung nicht.
Eckhardt selbst dankt dem Vorstand laut der Mitteilung „für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit“ und wünscht dem Verband und seinen Mitgliedsorganisationen Erfolg für die weitere Entwicklung.
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