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Ein-Jahres-Bilanz der HighCare Agenda in Bayern
Ein Jahr nach dem Start der HighCare Agenda zieht Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) eine positive Zwischenbilanz zur Digitalisierung in der Pflege. Seit dem Beschluss am 5. November 2024 habe Bayern wichtige Schritte umgesetzt, sagte Gerlach am Mittwoch in München. Bis 2029 sollen insgesamt rund 31 Millionen Euro investiert werden.
Mit dem 100-Prozent-WLAN-Programm will der Freistaat ergänzend zur Pflegeversicherung 15 Millionen Euro bis 2027 bereitstellen, um allen Pflegeeinrichtungen eine stabile Internetversorgung zu ermöglichen. Ziel sei, die Digitalisierung in der Pflege voranzubringen und die Qualität zu verbessern.
Im Oktober startete zudem das Kompetenzcluster innovative Pflege (KiPf) in Bad Kissingen. Es soll Entwicklung und Vernetzung von Pflegekonzepten fördern. Der Freistaat unterstützt das Projekt, das Pflegepraxis, Pflegewissenschaft und Pflegewirtschaft verbindet, mit 4,4 Millionen Euro.
Am Bayerischen Zentrum Pflege Digital an der Hochschule Kempten entsteht derzeit die Forschungsinitiative Pflegetechnik (FiPtec). Diese soll sich in Kooperation mit bayerischen Hochschulen auf eine Forschungsoffensive zur Pflege der Zukunft konzentrieren.
Darüber hinaus fördert Bayern bis 2028 zwei Projekte zum Einsatz von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz in der Pflege mit rund 4,5 Millionen Euro. Für 2026 ist ein weiterer Förderaufruf zu digitalen Assistenzsystemen und Robotik vorgesehen.
Zum Jahresbeginn 2025 wurde der „Digitalpakt Pflege“ mit bisher 39 beteiligten Institutionen beschlossen. Er soll die Umsetzung der HighCare Agenda in Praxis und Forschung unterstützen.
Unterdessen wirbt das Ministerium mit einer Kampagne für den „Pflegefinder Bayern“. Über die Online-Plattform können Pflegeplätze digital gesucht werden. Nach Ministeriumsangaben nehmen bereits 1.578 Pflegedienste, 535 Tagespflegeeinrichtungen und 835 Pflegeheime teil (Stand: 3. November 2025).
Gerlach erklärte, mit der HighCare Agenda entstehe eine Grundlage für eine moderne, digital unterstützte und zukunftsfähige Pflege im Freistaat.
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