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Gematik veröffentlicht Themenseite zur TI 2.0
Auf einer jüngst veröffentlichten Online-Themenseite beschreibt die Nationale Agentur für digitale Medizin, Gematik, wie die Zukunft der Telematikinfrastruktur, der TI 2.0, aussehen soll. Die Vorteile werden für die unterschiedlichen Nutzergruppen, u.a. auch für die Pflege, im Detail benannt.
Der Prozess der Anbindung der Pflege an die TI kommt auch deswegen nur schleppend voran, weil Pflegedienste und -einrichtungen jetzt die Investition in Hardware, etwa in die erforderlichen Konnektoren, scheuen. Denn bald könnte sich diese Technik vor dem Hintergrund einer TI 2.0 als nicht mehr erforderlich erweisen. Da die TI-Anbindung für alle zugelassenen Pflegeeinrichtungen Mitte 2025 aber verpflichtend wird, gilt es sich einen Überblick zu bewahren. Welche Richtung nimmt also die technische Weiterentwicklung der TI?
Mit ihrer Anfang Januar 2024 veröffentlichten neuen Themenseite möchte die Gematik hierzu beitragen, wenn sie auf dieser verspricht: „Interessierte können sich auf der Webseite einen Überblick zur Telematikinfrastruktur (TI) 2.0 verschaffen. Das sichere Datennetz im Gesundheitswesen wird kontinuierlich weiterentwickelt, um den komplexen Anforderungen im Gesundheitswesen gerecht zu werden. Die TI 2.0 markiert dabei die schrittweise Evolution zu einer modernen und kartenlosen TI.“
Die Themenseite hält Informationen parat für Versicherte, Praxen, Krankenhäuser, Apotheken und Pflegepersonal. In einer Roadmaps zu digitalen Identitäten, Zugang zur TI und Sicherheitsarchitektur werden grafisch die aktuellen Planungen für die Kernelemente der TI 2.0 vorgestellt.
Ziel: Nutzung der TI einfacher machen
Auch neuen TI-Nutzergruppen, wie der Pflege, sollen „die TI-Anwendungen einfach und erfolgreich im Alltag“ einsetzen können, stellt die Gematik in Aussicht. Eine TI 2.0 werde es ermöglichen, „immer und überall auf TI-Anwendungen zuzugreifen. „Denn durch die TI 2.0 werden Pflegeeinrichtungen und andere, perspektivische TI-Nutzergruppen (wie die Reha oder die Geburtshilfe) keinen Konnektor oder andere Hardware brauchen, um sich mit der Telematikinfrastruktur zu verbinden. So werden Sie flexibler und sind jederzeit für neue Herausforderungen im Alltag gewappnet.“
Damit die TI 2.0 Realität werden könne, müssten aktuell „noch einige Voraussetzungen“ geschaffen werde, erklärt die Agentur. Es müsse einfacher werden, die Telematikinfrastruktur zu nutzen. Um das möglich zu machen, seien drei Faktoren entscheidend.
- Digitale Identitäten sollen es künftig ermöglichen, dass TI-Nutzer sich von überall aus identifizieren und authentifizieren können, etwa über das Smartphone. Auch Pflegeeinrichtungen sollen „statt der jetzigen SMC-B-Karte, eine digitale Identität“ erhalten. So könne diese „in jeder Situation auf die digitalen TI-Anwendungen zurückgreifen – komplett flexibel und mobil“.
- Zugang zur TI 2.0: Neue TI-Nutzergruppen, wie die Pflege, sollen künftig nicht zwingend Hardware (Konnektoren) einsetzen müssen, um Zugang zur TI zu erhalten. Denn Dank des TI-Gateway könnten sie über einen staatlich geprüften Service-Anbieter Zugang zur TI bekommen. So könne etwa die Pflege „in Zukunft von unterwegs aus auf die TI-Anwendungen zurückgreifen. Dafür brauchen Sie lediglich eine Internetverbindung. Die betriebliche und datenschutzrechtliche Verantwortung liegt dann auch nicht mehr bei Ihnen, sondern beim Anbieter des TI-Gateways“, erklärt die Gematik.
- Sicherheitsarchitektur: Mit der TI 2.0 werde die Sicherheitsarchitektur der Telematikinfrastruktur grundlegend weiterentwickelt, sagt die Gematik. „Dank des Zero-Trust-Ansatzes werden in der TI 2.0 Lösungen integriert, die sich bereits in anderen Bereichen etabliert haben. Sie werden dadurch deutlich flexibler bei der Nutzung von TI-Anwendungen – bei einer gesteigerten Sicherheit.“
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