Management

Hier spricht Heiber: Zwei Entwicklungen, die viel Kraft kosten werden

Deutliche Worte von Unternehmensberater Andreas Heiber in seiner Kolumne in der Juni-Ausgabe von Häusliche Pflege: Pflege muss teurer werden und die Pflegebedürftigen müssen dies in höherem Maße als bisher selbst bezahlen.

Bild: Andrii Zastrozhnov - stock.adobe.com / Vincentz Network. Ein wichtiges Thema in vielen Vorträgen und Gesprächen ist die Umsetzung des GVWG mit der tarifähnlichen Bezahlung, die geplant zum 01. September 2022 in Kraft treten soll.

Wie der Unternehmensberater und Pflegeexperte Andreas Heiber in der aktuellen Ausgabe von Häusliche Pflege betont, kommen auf die Dienste in der näheren Zukunft gleich zwei Entwicklungen, die viel Diskussionszeit und Kraft kosten werden: Zum einen erwarteten die Pflegekräfte eigentlich schon zum 01.09.2022 eine deutliche Erhöhung ihrer Löhne. Dies berichteten viele Geschäftsführer:innen. De facto werde es aber viele enttäuschte Pflegekräfte geben, die erst einmal wieder aufgeklärt werden müssen.

Pflegebedürftige müssen die Zeche zahlen

Dazu kämen die Pflegebedürftigen selbst, die in diesem Fall die Zeche zahlen müssten. Denn wenn die Pflegekräfte wünschenswerterweise mehr verdienen, dann müssten die Leistungen neu verhandelt und die Pflegeverträge angepasst werden. Praktisch werde das für viele eine Reduzierung des bisherigen anteiligen Pflegegeldes oder ein höherer Eigenanteil bedeuten, der unweigerlich auch dem privaten Vermögen (also dem zukünftigen Erbe!) finanziert werden müsse. Und das – so unterstreicht Heiber – vor dem Hintergrund der Inflation und der weiteren Auswirkungen des Ukrainekrieges, die zu steigenden Verbraucherpreisen führen.

„Übrigens habe ich von keinem Vertreter der Politik auf der ALTENPFLEGE 2022 oder außerhalb bisher die klaren Worte gehört, die dazu nötig sind“, moniert Heiber.

Lesen Sie den ganzen Beitrag in der aktuellen Ausgabe von Häusliche Pflege.

Info: Andreas Heiber hält auf dem Häusliche Pflege PDL Kongress in Dortmund (13. September 2022), Würzburg (5. Oktober 2022) und Berlin (12. Oktober  2022) einen Vortrag zum Thema „Tarifähnliche Bezahlung: wie ist der Stand und welche Auswirkungen hat die Umsetzung“.