Recht

Impfpflicht: Lauterbach will „substanzielle Maßnahmen und Strafen“

Für Menschen, die nicht der Impfpflicht nachkommen, fordert Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) „substanzielle Maßnahmen und Strafen“. „Ich persönlich finde es absolut inakzeptabel und auch selbstgerecht, wenn jemand hingeht und sagt: ‚Ich will mich nicht impfen lassen‘, aber in Kauf nimmt, dass er damit andere gefährdet“, sagte er in der digitalen Veranstaltung „Eine Sunde ZEIT mit…“.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach
Screenshot: DIE ZEIT Karl Lauterbach forderte den CDU-Parteivorsitzenden Friedrich Merz zu Zusammenarbeit bei der Impfpflicht auf.

Für Ungeimpfte im medizinischen Bereich hat er kein Verständnis: „Wenn ich mich infiziert habe und arbeite eng am Patienten, kann der Patient sterben, weil er sich bei mir infiziert. Dann muss man für sich selbst die Frage hin und her wiegen: ‚Bin ich im richtigen Beruf?‘“

Lauterbach forderte den CDU-Partei- und Fraktionschef Friedrich Merz bei der allgemeinen Impfpflicht zu einer gemeinsamen Lösung auf. Dieser solle „über seinen Schatten springen, uns zu helfen, einen der Anträge durchzubringen.“, sagte Lauterbach. Wichtig sei, dass die Impfpflicht früh kommt. Persönlich spricht sich Lauterbach für die Impfung ab 18 Jahren kommenden Herbst aus.

Die komplette Aufzeichnung des Gesprächs ist auf Facebook verfügbar.