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LUNA-Award 2025 für Andrea Kapp

Andrea Kapp, Bundesgeschäftsführerin des Bundesverbands Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V., ist am 10. September im Rahmen des Leitungskongresses für die ambulante Pflege (LUNA) mit dem LUNA-Award 2025 geehrt worden.

Lukas Sander (l.) und Andreas Dehlzeit (r.) überreichten den LUNA-Award an Andrea Kapp Foto: Florian Arp

Die Auszeichnung wurde von Häusliche Pflege-Chefredakteur Lukas Sander gemeinsam mit Andreas Dehlzeit, Geschäftsführer des Preis-Sponsors SozialFactoring, überreicht. „Der LUNA-Award 2025 geht an eine Verbandsvertreterin, die seit 25 Jahren für die ambulante Pflege kämpft“, eröffnete Sander die Laudatio. Kapp habe einen Verband übernommen, der klein und unstrukturiert war, und ihn in ein starkes, bundesweit vernetztes Sprachrohr der Branche verwandelt. Heute zählt der bad rund 1.500 Mitgliedseinrichtungen, ist in allen Bundesländern mit Geschäftsstellen vertreten und bietet seinen Mitgliedern sowohl Beratung als auch politische Interessenvertretung.

Struktur und Wachstum für die ambulante Pflege

Sander würdigte Kapps Rolle als Juristin, die dem Verband in einer schwierigen Phase klare Strukturen gegeben habe. Unter ihrer Führung entstanden nicht nur landesweite Geschäftsstellen, sondern auch zahlreiche Interessengemeinschaften innerhalb des bad – etwa für außerklinische Intensivpflege, Tagespflege oder ambulante Wohngemeinschaften. „Sie haben den Verband zu einer erquicklichen Größe gebracht. Für viele Einrichtungen sind Sie eine feste Bank“, so Sander.

Kapp selbst nahm die Auszeichnung mit großer Dankbarkeit, aber auch mit Bescheidenheit entgegen: „Das ehrt mich natürlich total. Aber das Lob trifft nicht nur mich, sondern unser gesamtes Team. Wir sind mittlerweile 40 Kolleginnen und Kollegen, dazu viele Ehrenamtliche – manche seit 15 oder 20 Jahren an meiner Seite. Ohne dieses Netzwerk wäre das alles nicht möglich gewesen.“

Geplanter Generationenwechsel

Ein wichtiges Signal setzte Kapp mit Blick auf die Zukunft. Sie habe frühzeitig Verantwortung an langjährige Mitarbeitende übertragen, die nun schrittweise in die Geschäftsführung einbezogen werden. Damit gestalte der Verband einen Übergang, der vielen Mitgliedseinrichtungen als Vorbild dienen könne. „Wir alle stehen vor der Frage, wie wir unsere Organisationen in treue Hände übergeben. Andrea Kapp hat hier einen sehr überzeugenden Weg gefunden“, lobte Sander. Dabei sei Kapp bekannt für ihr Engagement und ihre Durchsetzungskraft.

„Pflege ist eine geile Branche“

In ihrer Dankesrede machte Kapp deutlich, dass sie trotz aller Herausforderungen ihre Begeisterung für die Pflege nie verloren hat: „Pflege ist einfach eine geile Branche. Deshalb war ich das 25 Jahre. Auch wenn die Zeiten immer hart waren – es hat sich immer gelohnt. Wir alle werden alt, und wenn ich irgendwann gepflegt werde, möchte ich denken können: Dafür habe ich auch etwas getan.“

Zum Abschluss sorgte sie für einen weiteren emotionalen Höhepunkt. Das mit dem LUNA-Award verbundene Preisgeld spendet Kapp an den Verein Freunde alter Menschen. Die Initiative bringt junge Menschen mit hochbetagten, oft vereinsamten Bewohnerinnen und Bewohnern von Großsiedlungen zusammen. „Es begann mit Kuchen und kurzen Besuchen – heute gibt es den Verein in vielen Städten. Vielleicht ist das auch eine schöne Ergänzung für unsere Patientinnen und Patienten“, so Kapp.

Ein Mond als Symbol

Der eigens gestaltete Award, eine handgefertigte Mond-Skulptur, soll künftig im Büro des bad erstrahlen. „Luna – der Mond – soll für Sie und den Verband auch in den kommenden Jahren hell leuchten“, sagte Sander bei der Übergabe. Mit Standing Ovations und einem feierlichen Ausklang würdigten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Leitungskongresses eine Frau, die die ambulante Pflege in Deutschland seit einem Vierteljahrhundert prägt.

Preisträger:innen der letzten Jahre